Altenfurter Lagerbier - ALB

Altenfurter Lagerbier - ALB

von: Bierblog

erstellt am: 07.09.2022

Streu Bräu - das reimt sich! Das Altenfurter Lagerbier wird dort gebraut. Bernsteinfarben und untergärig. Und dann steht da noch “ALB” unten auf der Flasche. Wofür das wohl stehen mag? Albtraum? Application Load Balancer? Höchstwahrscheinlich ist es aber nur die Abkürzung für Altenfurter Lagerbier. Da die Flasche sonst aber nichts zu sagen hat, erscheint mir eine kleine Internetrecherche angebracht. Streubraeu.de weiß mehr zu berichten:

Ein untergäriges, bernsteinfarbenes Bier. Sehr süffig, unfiltriert und zu allen Anlässen ein treuer Begleiter. Für die Herstellung wird nur Gerstenmalz aus der Region und spezieller Aromahopfen verwendet. Gebraut streng nach dem Bayerischem Reinheitsgebot von 1516.

Stammwürze: ca. 12° Plato Alc: 5,0% Farbe: 12 EBC (orange) Bittere: 22 IBU (ausgewogen)

Wenn das Bier das bietet, was die Website sagt, dann dürfte es mir gefallen.

Altenfurter Lagerbier - ALB

Farbe: Das Foto täuscht. So rötlich ist es nicht. Orange auch nicht. Sieht nur etwas dunkelgelber aus als gewöhnliche Lagerbiere. Trüb ist es allerdings.

Geruch: Das riecht wie ein klassisches Bayerisch Hell. Karamellig-getreidig, d.h. das Malz spielt die Hauptrolle, hoffentlich nicht in einem Drama.

Schaum: Solide, nicht mehr und nicht weniger. Mittelporig, weiß, sinkt schnell, aber ein Rest beißt sich fest. Kann man mit arbeiten.

Einstieg: Es geht spritzig und mit etwas Honig im Antrunk los. Etwas Mischbrot und ein bisschen Zitrus gesellen sich dazu und ist da sogar etwas Bitterhopfen im Spiel? Ich meine, eine minimal feinherbe Note zu spüren. Nicht schlecht für den Anfang.

Auf der Zunge: Tja ist es Karamell oder Honig? Egal, es ist malzsüß, aber nie zu sehr, dafür sorgt, ganz um Ausgleich bemüht, der Bitterhopfen. Das Getreidearoma dürfte ruhig noch ausgeprägter sein, ganz vollmundig wird das Bier nämlich zu keiner Zeit. Die Frucht nimmt übrigens nicht weiter zu, aber ich trinke ja auch kein Hefeweizen. Insgesamt ein leichter Körper und eine unauffällige, aber stimmige Komposition. Nicht direkt wie ein Bayerisch Hell, aber auch nicht weit davon weg.

Abgang: Furztrockener Abtrunk. Eine Spur kräftiger im Geschmack, ansonsten ändert sich nichts. Die Bittere nimmt auch nicht weiter zu, was ich begrüße. Süffig!

Fazit: Halten wir fest: es gehört zu den guten Bieren, aber nicht zu den extrovertierten Bieren, die mit komplexen Hopfenaromen oder einer anderen Art von Vielfalt bestechen. Dafür ist es süffig und sehr ausgewogen. Innovativ nicht, aber auf eine pragmatische Art schmackhaft. Von daher: 7,5/10.

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