Aecht Schlenkerla Rauchbier

Aecht Schlenkerla Rauchbier

von: Bierblog

erstellt am: 14.09.2017

Endlich mal wieder Rauchbier! Schinken zum Trinken. Lange keins gehabt. Jetzt, da es wieder kälter wird, passt es aber wieder ganz gut in meinen Getränkeplan. Die Flasche ist ja auch schon irgendwie chic und vor allem mitteilsam:

“Aecht Schlenkerla Rauchbier, nach alter Väter Brauch und Sitt gemäß zu Bamberg gebräuet, gekühlet und gelagert in tiefen Berges Schoß, ist ein besunder schmackhaft Lebenselixier und kommet in altehrwürdiger Gaststätte, schon ANNO 1405 erwähnet und dermalen Schlenkerla benamset, zum Ausschank. Dieweilen aber das Gebräu beim ersten Trunk etwas fremd schmecken könnt, laß Dir’s nit verdrießen, denn bald wirst Du innehaben, daß der Durst nit nachläßt, sintemalen Dein Wohlbehagen sichtlich zunimmt.”

Aecht Schlenkerla Rauchbier

Farbe: Dunkles Rotbraun bis schwarz.

Geruch: Schwarzwälder Schinken? Eben absolut rauchig, wie man sich das vorstellt. Das Rauchmalz übertönt an sich alles. Ich meine noch ein klein wenig Hopfen gerochen zu haben.

Schaum: Außen feinporig, innen dafür grob. Krallt sich am Glasrand fest, während sich der Schaum in der Mitte des Glases sehr schnell auflöst.

Einstieg: Unerwartet prickelnd! Und an der Zungenspitze hat es eher einen Schwarzbiercharakter, mit bemerkenswerter Malzsüße und leichtem (aber nur leichtem!) Röstaroma. Ein milder Antrunk für mich.

Auf der Zunge: Jetzt kommt der Rauch deutlicher zum Vorschein, begleitet von einer moderaten Bittere, die ein bisschen an Kaffee erinnert. Mit anderen Märzsorten hat dieses Bier herzlich wenig zu tun. Durch die immer noch im Hintergrund agierende Malzsüße bietet dieser Trunk auch etwas Herzhaftigkeit, jedoch ohne die totale Vollmundigkeit zu erreichen. Das prickelnde Element bleibt, dadurch ist es auch durchaus als erfrischend einzustufen, trotz einer eher sämigen Konsistenz.

Abgang: Jetzt werden sich die Geister scheiden, natürlich wirds bitterer, weil es eben noch rauchiger wird. In diesem Fall stört mich das aber nicht weiter, auch wenn es mir noch eine Weile im Hals hängen bleibt. Dieser Schinkengeschmack macht es für mich süffig während anderer dies womöglich widerlich finden werden.

Fazit: Ein Rauchbier, wie ich mir das vorstelle, schön schinkenartig, mit gutem, kräftigem Aroma. Ab und an schwingt das Geschmackspendel etwas zu sehr in eine bestimmte Richtung, aber das ist mal wieder Jammern auf hohem Niveau. Wer Rauchbiere mag, findet mit diesem ein absolut erstklassiges vor. 9/10.

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