Ahorntaler Landbier

Ahorntaler Landbier

von: Bierblog

erstellt am: 17.04.2022

Die Privatbrauerei Stöckel präsentiert: das Ahorntaler Landbier. Ein Bier aus der fränkischen Schweiz, laut Flasche ein vollmundiges Braunbier. Braunbier war früher ja eher das schwachbrüstige Gesöff der armen Leute, aber die Zeiten haben sich seitdem sicherlich geändert. Mal schauen.

Interessanterweise sagt die Brauerei Website noch etwas anderes:

bernsteinfarben – würzig – kräftiger Malzkörper – vom Hopfen „geküsst“ – typisch für die Fränkische Schweiz …die Tradition lebt weiter! Alc.. 5,1 % Stammwürze. 12,4 %

Vom Hopfen geküsst, klingt doch mal nach was.

Ahorntaler Landbier

Farbe: Rotbraune Farbe, dabei relativ klar. Ich hätte mir eine etwas trübere Brühe vorgestellt, zumindest beim Begriff Braunbier. Schaut gut aus.

Geruch: Riecht noch besser als es aussieht. Eine Mischung aus Schwarzbrot, Kräutern und einem Schuss Schokolade. Könnte spannend werden.

Schaum: Davon gab es nicht allzu viel und stabil war auch nicht. Da ist noch Luft nach oben.

Einstieg: Es geht prickelnd, pflaumig und feinherb los. Interessante Mischung. Nun die Frage: wie geht es weiter? Wird es bitterer oder wird es, wie versprochen, vollmundiger? Fragen über Fragen, nur das Weitertrinken bringt die Antwort.

Auf der Zunge: Mit einem Wort: vollmundiger! Nicht bitterer. Es bleibt in etwa so feinherb wie bisher, eine dezente Bittere, die nie nervig wird. Das Pflaumige nimmt ab, aber das zuvor nur riechbare Brotaroma erhält jetzt seine 15 Minuten Ruhm. Zwar entwickelt sich das jetzt keineswegs zu einem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis, dennoch ist es auch nicht einfach nur solide. Sämig in der Gesamtkonsistenz, gewinnt die Gesamtkomposition, zu der sich auch Aromaöle des Hopfen hinzugesellen, deutlich an Kraft.

Abgang: So in etwa bleibt es auch im Abtrunk. Kräftige Brot-Noten, kaum Bittere spürbar. Schön süffig.

Fazit: Man merkt es schon: das Bier hat mich überzeugt. In der Tat ist der Hopfen spürbar, aber weniger wegen seiner Bittere. Ein bodenständiges, süffiges Bier wurde mir geboten und es hat nur wenige Schwächen, dafür aber ganz viele Stärken. Lecker! 9/10.

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