Aktien Landbier

Aktien Landbier

von: Bierblog

erstellt am: 06.03.2016

Nachdem ich beim letzten Mal bereits ein vollmundiges Bier genießen durfte, versuche ich heute, mit einem guten Fränkischen, daran anzuknüpfen. Da meine letzte Verkostung eines fränkischen Bieres leider nicht so berauschend verlief, muss heute das Aktien Landbier der Bayreuther Brauerei den guten Ruf der fränkischen Braukunst wiederherstellen. Glücklicherweise kommt dieses in einer Bügelflasche, so dass ich ein Plopp-Video bereitstellen kann.

Ordentliches Ploppen, ordentliches Bier? Wir werden sehen.

Aktien Landbier

Farbe: Dunkelbraun. Schon mal ungewöhnlich. Die meisten Landbiere sind ja eher hell gehalten.

Geruch: Ein würziger Duft steigt mir in die Nase, begleitet von etwas Hefe. Süßlich außerdem.

Schaum: Na, das ist mal ein mir sympathischer Schaum. Außen grobporig, innen feinporig. Sehr stabil, d.h., man hat lange seine Freude daran.

Einstieg: Jawohl, es ist genauso würzig, wie es riecht. Schon hier vollmundig (wie erhofft). dezent fruchtig. Im Hintergrund schleicht sich auch der Hopfen auf leisen Sohlen an mich heran.

**Auf der Zunge: **Durch eine gute Portion Kohlensäure schmeckt es nun unerwartet prickelnd und frisch. Das Bier hat wirklich Charakter (die Flasche lügt also nicht), die Malzaromen und die Bittere bilden ein gutes Team, denn es gibt keinen dominanten Faktor. Alles ist ausgeglichen. Eine gewisse Säuerlichkeit scheint im Geschmack durch und bleibt leider anfangs etwas zu lang im Gaumen hängen. Die zu Beginn gerochene Süße tritt hingegen nicht sehr deutlich hervor.

Abgang: Hier kommt nun der Hopfen durch. Die Bittere ist beim ersten Schluck etwas zu kräftig, wird dann aber angenehmer.

Fazit: Eine relativ runde Sache habe ich mir da ins Glas gefüllt. Starker, vollmundiger und sogar ein bisschen fruchtiger Geschmack. Es ist kein leichtes Sommerbier, sondern eher geeignet für kältere Tage, auch wenn es nicht so schwer ist, wie ein Bockbier. Da Landbiere in der Regel jedoch deutlich leichter zu verdauene sind, sticht dieses hier schon ein wenig aus der Masse heraus. Das wird nicht jedem gefallen, aber ich habe mich nicht daran gestört.

Allerdings gehört es zu diesen Bieren, deren erster Schluck etwas komisch daherkommt, in diesem Fall, weil die Bittere einen im Abgang zunächst etwas zu stark überfällt. Mit der Zeit wird es dann jedoch immer süffiger. So oder so ist es jedoch ein Bier von der von mir gewohnten fränkischen Qualität, hat mir persönlich ziemlich gut gefallen und wird daher noch des Öfteren seinen Weg in meinen Krug finden.

8/10

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