Ammerndorfer Lager Urtyp

Ammerndorfer Lager Urtyp

von: Bierblog

erstellt am: 04.12.2020

Tja, die 24 Türchen wurden geöffnet, aber es ist immer noch Weihnachten. Also geht es gleich weiter mit den guten Sachen. Feinherb laut Flasche. Kann man von einem Lager schon mal verlangen. Wird bestimmt ein leichtes, erfrischendes Sommerbier. Hell und mit nicht so viel Aroma. Oder? Immerhin ist es ein Urtyp. Was auch immer das heißt. Das Etikett weiß mehr:

Mit unserem Ammerndorfer Lager Urtyp wollen wir eine alte Brautradition wieder aufleben lassen. Nach überlieferter Rezeptur und dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut, wird diese “Spezialität” für Sie in die urige Bügelverschlußflasche abgefüllt.

Und so hat jede Brauerei ihre überlieferte Rezeptur, was? Egal, Hauptsache, es ploppt.

Nice.

Ammerndorfer Lager Urtyp

Farbe: Aufgrund mangelnden Tageslichts sieht es dunkler aus, als es ist. Zwar nicht so hell wie ein Helles, aber auch noch nicht bernsteinrot. Kurz davor.

Geruch: Malzig-süß und ein wenig hopfig-grasig. Von feinherb ist zumindest nichts riechbar.

Schaum: Schöne, feinporige Schaumkrone. Sie bleibt auch für ein paar Minuten und Reste des Schaums setzen sich am Glasrand fest. Gelungen.

Einstieg: Gleich mit hoher Rezenz, ein spritziger Durstlöscher? Zunächst mit Getreidearoma, dann kommt auch schon die Malzsüße. Der Hopfen zeigt noch keine Präsenz.

Auf der Zunge: Es erstaunt mich, wie vollmundig dieses Bier daherkommt. Diese Mischung aus Süße und Getreide ist nahezu perfekt. Ausgewogene Komposition. Nie überwiegt eine Seite zu sehr. Ein Stück weiter hinten im Gaumen macht sich dann auch eine genießbare kleine Bitterkeit bemerkbar.

Abgang: Das Feinherbe bleibt auf demselben Level. Gut so, denn so schafft es dieser Trunk, süffig und erfrischend zugleich zu sein.

Fazit: Wenn ich mir die vorherigen Sätze durchlese, nehme ich gar keine Kritik wahr. Mir fällt auch jetzt keine Schwäche bei diesem Bier auf. Passt zu jeder Gelegenheit. Ich hatte ein Sommerbier erwartet und habe einen Allrounder bekommen. Hervorragend, mehr bleibt nicht zu sagen. 10/10.

PS: Welch Zufall, dass der 300. Test hier im Blog so ein gut bewertetes Bier ist, oder?

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