Bamberger Heinzlein

Bamberger Heinzlein

von: Bierblog

erstellt am: 15.12.2022

Das nächste Bier aus Bamberg. Selbe Stadt - andere Brauerei. Glaube ich zumindest. Kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich schon mal ein Bier von Heller-Bräu hatte und doch irre ich mich. Das Aecht Schlenkerla stammt aus derselben Unternehmung. Heute also ein Dunkles und - sieh an - ein alkoholarmes Bier. Mit nur 0,9% vol. geht es beinahe als alkoholfreies Bier durch (die Grenze liegt bei 0,5%). Mir soll es egal sein. Hauptsache, es schmeckt.

Wir lieben Bier. Und seine Geschichte. Mit dem Heinzlein hat Braumeister Matthias Trum ein uraltes Bamberger Brauverfahren wiederentdeckt. Betont hopfig im Geschmack und mit nur 0,9% Alkohol passt es zur geselligen Feierabendrunde ebenso wie zu einem Halbmarathon über Bambergs sieben Hügel.

Wir finden es vor allem gut. Egal, was der Tag noch bringt.

Na dann hoffe ich, dass ich es auch einfach gut finde. Hopfenbetont klingt immerhin spannend. Fränkische Biere sind ja oft eher malzbetont. Ich frage mich jedoch schon irgendwie, ob das so ein Dünnbier ist, das man früher den Kindern und Armen gegeben hat.

Bamberger Heinzlein

Farbe: Ein sehr dunkles Braun, geht schon Richtung Schwarzbierfarbe. Kann man nicht durchgucken. Mir gefällt es.

Geruch: Dieses Bier hat einen recht eigentümlichen Duft, einerseits sind die Röstmalze gut in Form von Kaffee wahrnehmbar, andererseits riecht es leicht rauchig, was wohl aufgrund seiner Herkunft nicht weiter verwundert, doch da ist noch was. Vielleicht Torf?

Schaum: Spannend, außen große Blasen, aber innen fein, beinahe cremig. Dementsprechend hält sich der Schaum dann auch recht hübsch im Glas. Lässt sich mit arbeiten.

Einstieg: Mehr Kohlensäure als erwartet, leicht säuerlich und mit einem - Achtung - Ester-Aroma. So in der Art habe ich es auch schon einmal bei alkoholfreien Weizensorten wahrgenommen. Da frage ich mich, ob dieses Bier mit obergäriger Hefe gebraut worden ist, aber laut Internet ist das nicht so. Interessanter Start.

Auf der Zunge: Es wird direkt hopfig-herb. Vielleicht sind es auch die Röstmalze, eventuell sogar beides im Zusammenspiel. Die Ester-Noten werden zurückgedrängt und von einem leicht säuerlichen Kaffee-Aroma überdeckt. Erinnert mich in Teilen an ganz klassische Schwarzbiere, ohne aber deren Vollmundigkeit zu erreichen, dafür ist es zu schwachbrüstig. Nicht wässrig, bitte nicht falsch verstehen, aber ich finde man merkt dem Körper schon an, dass er etwas schmal geraten ist.

Abgang: Furztrocken und mit ein bisschen Schinken. Gar nicht schlecht, wäre da nicht die etwas zu aufdringliche Kaffeebittere. Nee, so richtig süffig finde ich es persönlich nicht.

Fazit: Ist ein interessanter Ansatz für so ein Leichtbier. Zwar scheint hier und da die Verwandschaft zum Malzbier durch, aber die Röstmalze leisten dann doch gute Arbeit und machen aus diesem Bier beinahe ein Schwarzbier. Ist halt nur nicht so kräftig und insgesamt auch nicht ganz mein Fall. 6/10.

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