Beck's

Beck's

von: Bierblog

erstellt am: 21.11.2022

Beck’s war in meiner Jugend, neben Warsteiner, so eines meiner Standardbiere, nicht aufgrund seines Geschmacks, sondern…weiß ich auch nicht. Mittlerweile ist mein letztes Beck’s vermutlich Jahrzehnte her, Grund genug es im Rahmen der dritten (und womöglich letzten) Industriepilswoche zu testen. In Erinnerung geblieben ist mir lediglich der Weed-Geruch. Die Dose verrät mir auch nichts, dafür aber die Website der Brauerei:

Biergenießer auf der ganzen Welt erkennen BECK’S Pils sofort an seinem einzigartigen Geschmack. Mit BECK’S wählst du ein Bier, das zu dir passt: souverän, selbstbewusst und weltoffen. BECK’S Pils inspiriert und begleitet dich auf deiner Entdeckungsreise durch die Welt!

Bei der Gelegenheit sehe ich auch, dass es inzwischen eine naturtrübe Pils-Variante gibt. Sollte ich das mal irgendwo finden, würde ich das glatt probieren, doch heute halte ich mich an den Klassiker, der hier sehr international präsentiert wird.

Beck's

Farbe: Um es bayerisch auszudrücken: Passt scho. Weiß schon gar nicht mehr, wie ich Pilsener Biere farblich abwechslungsreich beschreiben soll. Gelb und gefiltert. Nuff said.

Geruch: Den Marihuana-Duft nehme ich nicht mehr wahr, vielleicht wurde da mal klammheimlich die Hopfensorte gewechselt? Oder die Menge reduziert? Für mich riecht es lediglich malzig-säuerlich und ganz leicht nach feuchtem Heu.

Schaum: Nichts Besonderes an dieser Front, schäumt am Anfang ganz gut, aber sinkt genauso schnell wie es zuvor gestiegen war.

Einstieg: Prickelt gut los und startet mit einer Mischung aus Honig und Hopfenkräutern, also da ist zumindest Aromahopfen drin. Wie stark sich das fortsetzt, bleibt abzuwarten. Momentan ist die Süße noch dominant.

Auf der Zunge: Es wird herber, das fällt zuerst auf, viel mehr passiert dann nur nicht mehr. Die Süße ist fast komplett weg, jetzt würde dem Bier mehr Getreidearoma helfen, nur leider kommt das nicht. Es wird maximal säuerlicher. Das Bier schlank zu nennen, wäre noch immer untertrieben, verwässert passt schon eher. Steckt wirklich nicht viel drin im Körper.

Abgang: Der Abtrunk ist zwar weniger bitter als erwartet, aber die durchaus spürbare Bittere hängt ganz schön lang im Hals nach. Mein Ding ist das nicht, wahren Pils-Freunden könnte das aber gefallen.

Fazit: Beck’s unterscheidet sich nicht groß von anderen industriellen Pilsenern, geschmacklich eher dünn, die Komposition nicht sonderlich ausgewogen. Man vermeidet es, so lasch zu sein wie manch anderes Pils, aber auch nur durch feinherbe Komponenten, die für mich die Süffigkeit doch arg reduzieren. 3/10.

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