Bernstein Vollbier

Bernstein Vollbier

von: Bierblog

erstellt am: 31.12.2017

Der letzte Biertest für das Jahr 2017 und der 100ste in diesem Blog (yay!) ist schon eine Weile her, denn dieses interessante Bier durfte ich im Sommer auf der Festung Königstein kennen und schmecken lernen. In der Braumanufaktur Schmilka wird diese untergärige, naturbelassene Spezialität extra für die Festung produziert und passt laut Flasche gut zu Gegrilltem oder allgemein zu deftigen, herzhaften Speisen und Wurstspezialitäten. Röst - und Karamellnoten und eine feine, malzbetonte Süße soll es uns anbieten.

Bernstein Vollbier

Farbe: Ja, es ist bernsteinfarben beim Eingießen, aber entwickelt sich schon eher in eine rötliche Richtung.

Geruch: Sehr frische hopfenwürzige Geruchsnoten, garniert mit malzigen Karamelldüften, riecht also recht süß. Das beginnt vielversprechend.

Schaum: Eine schöne, schnell steigende Schaumkrone, grobe und feine Poren mischen sich. Sehr stabil muss ich sagen.

Einstieg: Sofort bemerke ich die Frische. Ich fühle eine schöne Portion Kohlensäure an der Zungenspitze. Vordergründig ist es süß, hintergründig hopfig-würzig mit sogar leicht spürbarer Bittere und einem Schuss Treberaroma.

Auf der Zunge: Im Gaumen entfalten sich verschiedene Aromen und die Süße überwiegt nicht mal so sehr wie vermutet, stattdessen schlagen die Röstmalzaromen zu, was zu einem minimalen Kaffee-Einschlag führt. Insgesamt vollmundig, aber auch leicht im Geschmack, erfrischend, passt gut zum Sommer. Sehr angenehme, nussige Gerstenmalznoten mit weichem, cremigen Körper.

Abgang: Noch einmal etwas Kaffee, aber direkt dahinter Schwarzbrot und Walnuss, geht insgesamt gut und süffig runter. Ich würde zustimmen, dass es zu deftigen Gerichten passt. Quasi wie die Fettbemme zur Schweinshaxe.

Fazit: Mit diesem Bier hat die Festung Königstein sich wahrlich einen Gefallen getan. Angenehm und vollmundig im Geschmack, leistet es sich keine Schwächen. Bei Röstmalzen das Kaffeearoma, das ich so gern verschmähe, fast völlig zu vermeiden, ist ein Drahtseilakt, der nicht vielen gelingt. Ich zeige mich also sehr zufrieden und verleihe die Höchstwertung. 10/10 Punkte.

PS: Mein Vorsatz für das neue Jahr: Mit den 10/10 Bewertungen nicht immer bis Jahresende warten. All voll und Guten Rutsch!

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