Bio-Perle

Bio-Perle

von: Bierblog

erstellt am: 08.05.2022

Die erste oberfränkische Bioland Brauerei, genauer gesagt die Schlossbrauerei Stelzer, präsentiert: Bio-Perle. Keine Ahnung, was für eine Art Bier das sein soll. Es sieht in der Flasche hell und klar aus, obwohl ich am Boden der Flasche auch etwas Hefe zu erkennen meine. Vielleicht weiß das Internet mehr?

In der Tat:

“fein gehopftes Bier nach Pilsener Brauart. Alle Rohstoffe aus kontrollierten Bioland Betrieben.”

Oha, ausgerechnet ein Pils, aber vielleicht gefällt es mir ja. Möge das Trinken beginnen.

Bio-Perle

Farbe: Eindeutig im Bereich der gültigen Pilsener Farbskala. Hell, golden, klar und die Kohlensäure ist sichtbar. Einen ganz leichten Trub stelle ich trotzdem fest, was für mich ja aber auch eher ein Zeichen vorhandener statt fehlender Qualität ist.

Geruch: Es riecht ganz typisch für ein Pils. Sehr hopfenbetont, aber eher würzig-säuerlich und nicht so sehr nach Kräutern oder gemähter Wiese, wie es bei anderen Exemplaren dieser Zunft oft der Fall ist. Das Malz zeigt sich von seiner Honigseite.

Schaum: Für ein Pils recht stabil, auch schön durch die Kohlensäure gespeist. Könnten sich manche Industriebiere eine Scheibe von abschneiden.

Einstieg: Wie im Duft so ist es auch im Antrunk. Honig-karamellige Malzaromen und ein Schuss Säuerlichkeit. Könnte Zitrushopfen drin sein. Glücklicherweise ist noch gar keine Bittere spürbar. Die Kohlensäure legt aber schon mal richtig los. Prädikat: spritzig.

Auf der Zunge: Nun etwas feinherber, aber noch nicht bitter. Aus der Zitrone könnte Grapefruit werden, aber das deutet sich nur an und vollzieht sie nie vollständig. Weiterhin spritzig, mit leichtem Körper - definitiv ein erfrischendes Bier. Die Malze halten sich zunehmend zurück, der Hopfen schmeckt etwas mehr nach Kräutern, was nicht ganz so mein Fall ist, aber bestimmt medizinisch wertvoll.

Abgang: Ein bisschen bitter wird es dann doch noch, aber es ist auszuhalten. Am Ende bleibt eine Mischung aus Malzsüße und Bergkräutern im Hals zurück, wobei die Kräuter leicht überwiegen. Da ich das nicht ganz so angenehm finde, ist es für mich nur semi-süffig.

Fazit: Die Schlossbrauerei Stelzer hat hier ein ordentliches Pils gebraut, das zwar nun niemanden, der kein Pils mag, zu dieser Sorte bekehren wird, sich aber trotzdem klar vor den typischen Industrie-Pilsenern positionieren kann. Ein gutes Bier für den Sommer. Kleine Schwächen seien verziehen. 7/10.

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