Bitburger Premium Kellerbier

Bitburger Premium Kellerbier

von: Bierblog

erstellt am: 03.12.2019

Mal wieder ein Kellerbier aus einer Großbrauerei. Meine bisherigen Erfahrungen mit so etwas waren ja eher gemischt, aber ich bin stets bereit, neuen Sorten die Chance zu geben, mich zu begeistern. Außerdem gab es ein Glas dazu. Bernsteinfarben, vollmundig und feinmalzig-mild verspricht die Flasche auf der Vorderseite, aber auch die Rückseite hat eine kleine Geschichte zu erzählen:

“Mit Erfahrung und Leidenschaft aus 200 Jahren Brautradition haben wir das Bitburger Premium Kellerbier eingebraut. Vollmundig und mit dem edlen Glanz des Bernsteins. Die besonders ausgewählte Malzkomposition aus Pilsener, Münchner und Karamell-Malzen gibt diesem Kellerbier seinen typisch feinmalzig-milden Geschmack - und seinen rotgoldenen Charakter.”

Da wird natürlich einiges versprochen. Ich bin gespannt und dankbar, dass dieses Rezept nicht, wie bei so vielen anderen, nach 200 Jahren wiederentdeckt wurde hi hi.

Farbe: Für mich ist es schon eher rot, als Bernsteinfarben. Auf jeden Fall hat es eine sehr schöne Farbe. Solche Biere schmecken für gewöhnlich.

Geruch: Feinherb-hopfig, garniert mit Karamell. Könnte von der eingangs erwähnten Malzkomposition herrühren.

Schaum: Ein zweischneidiges Schwert. Außen sehr fein und stabil, innen eher große Bläschen, die schnell zerplatzen. Setzt sich aber wunderschön am Glasrand fest.

Einstieg: Eine solide Portion Kohlensäure für ein Kellerbier. Feinmalzig im Antrunk, da wurde schon mal nicht gelogen. Dezente Hopfennoten mit minimaler Traube. Das könnte gut werden.

Auf der Zunge: Die Aromen vermengen sich nun zu einem gut komponierten Ganzen. Es wird etwas herber, aber auch die Karamellmalze treten deutlicher hervor. So gibt es also gleichzeitg eine Balance zwischen leichter Bittere und Süße. Stellenweise dürften die anderen Malze ruhig noch stärker schmecken, dann wäre es wie flüssiges Brot.

Abgang: Aber dafür gibt es ja den Abgang. Recht trocken und mit einem Schuss mehr Getreide, wird es nun wahrlich vollmundig. Zudem wird durch die immer noch vorhandene Bittere ein kleiner Touch von dunkler Schokolade erzeugt.

Fazit: Ich bin schon ein bisschen erstaunt. Das Kellerbier schmeckt. Urig, kernig und erdig kommt es daher und vor allem ist es klassisch. Keine Pale Ale Experimente oder ähnliches. Hier steht Kellerbier drauf und da ist auch Kellerbier drin. Schöne Farbe, mildes, angenehmes Aroma. Es dürfte punktuell noch etwas stärker schmecken, aber an sich wurde, meiner bescheidenen Meinung nach, gehalten, was versprochen wurde. 8/10.

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