Brauerei Hebendanz Export-Hefeweißbier

Brauerei Hebendanz Export-Hefeweißbier

von: Bierblog

erstellt am: 12.05.2021

Die Forchheimer Brauerei Hebendanz braut ein Weißbier, das laut Flaschenetikett für Kenner eines der Besten sein soll. Das möchte ich natürlich gern überprüfen. Aber was ist zu erwarten? So viele Bieretiketten haben den Mund schon zu voll genommen, nur um dann krachend auf dem Boden der Realität aufzuschlagen.

Das spezifische Bukett unserer Weissbierspezialität erreichen wir mittels Flaschengärung. Man erkennt sie daran, daß sich am Boden ein feiner Hefesatz bildet. Typisch auch die exzellente Krone aus feinporigem Schaum und die erfrischende Perlage im schlanken Weissbierglas.

Unverkennbar fränkisch ist das Geschmacksbild. Geröstetes Weizen- und Gerstenmalz, ausgesuchter, aromatischer Hopfen, feine, obergärige Hefe und über 420 Jahre Brautradition sind das Geheimnis unserer Weissbierspezialität.

Geröstet? Könnte also ein dunkles Weizen sein.

Brauerei Hebendanz Export-Hefeweißbier

Farbe: Dunkel nicht, aber bernsteinfarben. Dann bin ich gespannt, ob ich Röstmalznoten erschmecken kann.

Geruch: Fruchtig-bananig, ganz typisch. Außerdem etwas Honig und nicht so säuerlich.

Schaum: Gar nicht mal so üppig wie ich es von Weizen gewöhnt bin. Feinporig stimmt aber und auch wenn sie nicht so hochsteigt, wie die der Konkurrenz, so ist sie doch genauso stabil.

Einstieg: Hohe Rezenz, wie es sich für ein Hefeweizen gehört. Gar nicht so süß wie erwartet, aber ein bisschen natürlich schon. Die Banane kommt durch, wird aber von Erdbeere und sogar einer Spur Hopfenbittere begleitet.

Auf der Zunge: Es bleibt beim schlanken Körper und dem erfrischenden Prickeln. Das Fruchtaroma wird nicht so intensiv und vollmundig wie bei anderen Weizen, dünn schmeckt es jedoch auch nicht. Der Hopfen macht’s und schafft es die nun melonenartige Süße zu kontern, bevor sie sich zu weit ausbreiten kann. Dadurch kommen die getreidigeren Aromen des Malzes besser zur Geltung. Ausgewogen, dieses Bier hat kein “schmeckt wie ein Fruchtsaft” Problem.

Abgang: Dieser Hopfen! Man könnte beinahe von einem herben Weißbier sprechen. Ja gibt’s denn so was! Zum Glück aber bleibt es süffig und gibt sich auch nicht als Pale Ale Variante aus.

Fazit: Für mich ein sehr gutes Weizen, eines, das vielleicht auch jemand trinken kann, der sonst kein Weizen mag. Dieses Bier schafft es, anders zu sein und trotzdem nicht mit den obergärigen Traditionen zu brechen. Noch ein kleines bisschen kräftiger im Geschmacksgesamtpaket und es wäre perfekt. 9,5/10.

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