Brauhaus Weimar Amber Ale

Brauhaus Weimar Amber Ale

von: Bierblog

erstellt am: 31.03.2024

Leute fahren nach Weimar - Leute bringen mir Bier mit. Das System funktioniert! Heute also Amber Ale aus dem Brauhaus Weimar, ein unfiltriertes, obergäriges Vollbier. Mehr erzählt mir die Flasche nicht. Wenigstens die Website der Brauerei gibt noch eine kleine Zusatzauskunft:

Bernsteinfarben bis rötlich und obergärig, hier stehen die englischen Hopfensorten Fuggles und Goldings im Vordergrund ohne aufdringlich zu wirken.

Fuggles habe ich sogar schon mal selbst verwendet. Mal schauen wie hopfenintensiv es am Ende also wird. Bernstein-Ales haben mir schon des Öfteren gefallen.

Brauhaus Weimar Amber Ale

Farbe: Nachdem ich erst einmal mit Gushing zu kämpfen hatte, kann ich jetzt die kräftige, rotbraune Farbe bewundern. Geht also schon etwas über Bernstein hinaus. Außerdem ordentlich von der Hefe getrübt. Passt.

Geruch: Es riecht hopfig-fruchtig, könnte als Pale Ale durchgehen, rein vom exotischen Duft her. Es mischt sich aber auch eine karamellig-schokoladige Malznote in den Geruch. Ein interessanter Beginn.

Schaum: Wie schon erwähnt, gab es diesen im Übermaß. Glücklicherweise war ich schnell genug mit dem Glas. Die Front meldet keine Verluste. Äußerst stabil, wie man es von obergärigen Bieren gewohnt ist.

Einstieg: Gute Rezenz, angenehmes Mundgefühl, direkt fruchtig im Geschmack, ein - wie angekündigt - hopfenbetontes Bier. Wirkt der Hopfen aufdringlich? Bislang nicht, aber man muss diese Fruchthopfensorten schon mögen.

Auf der Zunge: Noch mal mehr Hopfen, der jetzt wie Grapefruit wirkt. Das wäre mir zu bitter, wenn die Malzsüße nicht wäre, die zu einer einigermaßen stimmigen Komposition beiträgt. Ja, der Hopfen ist nicht zu aufdringlich, aber die Aromen sind an der Grenze zu Aufdringlichkeit und ich fürchte, dass sie diese Grenze im Abtrunk überschreiten. Interessant ist, dass die Hefe kaum wahrnehmbar ist. Sehr neutral für ein Obergäriges.

Abgang: So ist es dann auch. Der Abtrunk ist mir etwas zu bitter-fruchtig geraten, wenn das Sinn ergibt. Wie Grapefruit eben. Für mich nicht süffig, aber das soll es wahrscheinlich auch gar nicht sein.

Fazit: Ein besonderes Bier ist es ohne Frage, vor allem aufgrund des letztendlich doch intensiven Hopfenaromas (ich wittere Hopfenstopfen), aber es ist nicht ganz mein Fall. Wäre es mehr in Richtung Kilkenny gegangen, hätte ich sicher mehr damit anfangen können. Dafür dürfte es für Craftbier-Liebhaber ein Volltreffer sein. Ich kann es mir allerdings irgendwie nicht total schöntrinken, obwohl ich aus rein handwerklicher Sicht nichts auszusetzen habe. 6/10.

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