Braurausch Kellerbier

Braurausch Kellerbier

von: Bierblog

erstellt am: 14.06.2023

“Aus Freude am Brauen” bescheren mir Eichhorn & Wagner ein kaltgehopftes Kellerbier. Da denke ich natürlich sofort an die Brauerei Wagner und die Brauerei Eichhorn, beide schon hier im Blog vertreten, und tatsächlich: Offenbar ist dieses Bier ein Gemeinschaftswerk. Die Website hat allerdings ein SSL Zertifikatsproblem (ich fühle mit euch), daher bemühe ich mal die Wayback Machine, die aber auch nichts weiter findet. Sicherlich eines dieser Website-Projekte, das mit großen Ambitionen gestartet wurde und dann nie die Zielfahne gesehen hat (kenne ich aus Erfahrung). Ich muss mich also ohne jegliche Spoiler ins Trinkvergnügen stürzen, aber hey: Kellerbier, was kann schon schiefgehen?

Braurausch Kellerbier

Farbe: Die etwas dunklere Farbe auf dem Bild ist den Lichtverhältnissen hier geschuldet. Es ist jedoch definitiv ein rötliches Erzeugnis, sehr schöne Farbe. Rotbraune Kellerbiere und ich - das ist ja meistens Liebe auf den ersten Schluck.

Geruch: Die Kalthopfung riecht man raus. Jetzt würde ich natürlich gern wissen, welche Sorte genau mich hier so enthusiastisch begrüßt, riecht nämlich gar nicht so sehr nur nach Klassiker - nein - da könnte was Modernes drinstecken. Außerdem eine kräftige Karamell-Edelbitter-Note im Duft. Riecht nach fancy Bier.

Schaum: Für ein Kellerbier absolut solide. Genau zwischen grob- und feinporig. Nicht wirklich lange haltbar, doch auch nicht direkt verschwunden.

Einstieg: Schon mal eine ordentliche Kohlensäure, dann vor allem Malzeindrücke, edelzarte Schokolade, ein paar Schwarzbrotnoten und dahinter wabert schon feinherbe Hopfung, mit Kräutern, die dann doch eher klassisch Hopfen daherkommen.

Auf der Zunge: Die Schokolade weicht ein bisschen, aber nicht völlig. Ein bärenstarker Malzkörper, der auch einem Bockbier alle Ehre machen würde; so ein bisschen Likör kann man dem Bier jetzt schon nicht absprechen. Brotige, teigige Aromen dominieren, dazu natürlich der Hopfen, der auch einem Pils gut zu Gesicht stünde. Gras, Kräuter, Heu. In dieser Intensität nicht so ganz meins, aber sie passen dennoch gut zum Rest und sind eben das Sahnehäubchen auf einem ohnehin schon vollmundigen Trank.

Abgang: Noch etwas bitterer, aber so trocken im Abtrunk, dass das nicht weiter stört. Durchaus süffig.

Fazit: Alles in allem ein sehr gutes Bier, ohne Frage, und ich glaube dem Anspruch, mit dem es antritt, ist es gewachsen. Ich habe nämlich zumindest bei der Brauerei Eichhorn doch noch ein paar Worte dazu finden können. 8/10.

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