Cadolzburger Rotes

Cadolzburger Rotes

von: Bierblog

erstellt am: 21.04.2026

Das Brauhaus Brandmeier, oder auch die Cadolzburger Biermanufaktur, braut ein Rotbier. Klar, dass ich es probieren muss, gehören Rotbiere doch zu meinen bevorzugten Sorten. Wie so oft bei fränkischen Bieren, mag die Flasche mir nichts weiter verraten. Wie so oft, bemühe ich daher die Brauerei-Website:

Vollmundig, malzbetont und nur schwach gehopft

Das Lieblingsbier des Braumeisters ist unser Rotes. Eine neue Bierspezialität, hergestellt aus einer harmonischen Malzmischung von 4 verschiedenen Gerstenmalzen. Die rote Farbe wird durch ein Spezialmalz erzeugt. Hopfen:

Heißbereich: Hersbrucker / Tradition

Vier Malze ist ja schon mal eine Ansage. Mit Hersbrucker Hopfen kann man auch wenig falsch machen. Auf geht’s, lassen wir es ploppen:

Klingt, wie es soll.

Cadolzburger Rotes

Farbe: Also Rotweinrot ist es schon mal nicht, sieht eher aus wie das typische Fränkisch Dunkel, rotbraun. Ob das Absicht war? Schön finde ich jedenfalls die Trübung, die ein größeres Geschmackserlebnis verspricht.

Geruch: Meine Güte, es riecht stark nach Toffee, bzw. wie eine Mischung aus Karamell und Kaffee. So intensiv habe ich das aber glaube ich noch bei keinem Bier gerochen. Das geht gut los. Hoffentlich schmeckt es dann nicht wie Likör.

Schaum: Solider Schaum, sowohl was die Beschaffenheit, als auch was die Stabilität angeht. Gibt Bessere, gibt Schlechtere, doch hier ist nichts, was einem den Trinkspaß verderben könnte.

Einstieg: Viel Kohlensäure und es schmeckt genauso nach Toffee wie es danach riecht. Wie flüssiges Toffifee, vielleicht nur ohne die Haselnuss. Ich würde es mit diesem Antrunk nicht mal als Bier verorten, so außergewöhnlich schmeckt es. Mal sehen, ob sich das noch ändert.

Auf der Zunge: Schwache Hopfung, so viel steht fest, denn dieser findet sich geschmacklich allerhöchstens hintergründig wieder. Der Rest des Aromas wird von Toastbrot mit Toffee gestaltet. Glücklicherweise nicht zu süß, doch ebenso wenig wirkt es wie ein klassisches Rotbier. Dafür ist dann einfach zu viel Likör im Geschmacksprofil. Man könnte auch sagen: Es schmeckt alkoholisch. Definitiv vollmundig und zeitweise wie ein Craft-beeriges Stout.

Abgang: Eine Spur von Milchkaffee, ansonsten weiterhin karamellig. Süffig? Ja, irgendwie doch, wenn man die Aromen mag.

Fazit: Das ist kein Wegseidla, das man nebenbei zum Grillen oder zur Brotzeit konsumiert. Dieses Bier verlangt und verdient mehr Aufmerksamkeit. Garantiert nicht jedermanns Sache und definitiv nicht mein künftiges Standardbier. Trotzdem: den Geschmack muss man erstmal so hinbekommen. Ich bin mehr als überrascht von diesem zwar nicht perfekten, aber handwerklich hervorstechenden Bier. 8/10.

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