Carlsberg Lager

Carlsberg Lager

von: Bierblog

erstellt am: 07.12.2022

Carlsberg hatte ich lange nicht mehr. Da kommt die Limited Edition des Lagers, anlässlich des 30. Geburtstags der Brauerei (so jung sind die noch?), gerade recht. Was ist zu erwarten? Vermutlich ein unspektakuläres Bier ohne Ecken und Kanten. Die Brauerei sieht das naturgemäß anders.

Bei Carlsberg ist das Streben nach besserem Bier in unserer DNA. Die Kunst, ein richtig gutes Lager zu brauen, beherrschte schon unser Gründer J.C. Jacobsen vor über 100 Jahren. Und trotzdem suchen wir auch jetzt noch nach Wegen, unser Bier noch besser zu machen.

Unser perfekt ausgewogenes, dänisches Carlsberg Pilsener ist wunderbar erfrischend, schlank im Körper und hat ein unverwechselbares Hopfenaroma. Skål!

Zwei Fragen: Pils? Na gut, ist ja auch irgendwie ein Lagerbier. Und: vor über 100 Jahren? Da steht doch was von 30 auf der Flasche.

Auch hier weiß die Brauerei Antwort:

Carlsberg ist ein internationales Premium Lager nach Pilsener Brauart mit einem Alkoholgehalt von alc. 5,0% vol, erfrischend mit vollem Biergeschmack.

Und wie war das mit der Geschichte? Das erste Google Ergebnis bringt schon die Antwort:

Die dänische Brauerei Carlsberg bringt demnächst limitierte Sixpacks auf den Markt, um das 30-jährige Jubiläum ihrer Partnerschaft mit dem FC Liverpool zu feiern.

Alles klar. Legen wir los.

Carlsberg Lager

Farbe: Könnte jedenfalls ein Pils sein. Sieht nach industrieller Qualität aus, d.h., es ist sehr gut filtriert.

Geruch: Malzig, eher getreidig. Ein kleines bisschen Süße gibt es auch zu riechen. Die angepriesenen Hopfensorten bemerke ich noch nicht.

Schaum: Anfangs schäumte es kräftig und feinporig. Die Schaumkrone stürzte dann aber schnell zusammen. Übrig bleibt nur eine winzig dünne Schicht.

Einstieg: Ziemlich süß, geradezu zuckrig. Kaum Prickeln vorhanden, also das erfrischend-spritzigste Bier wird es wohl nicht. Etwas Getreide im Aroma, aber insgesamt noch ziemlich schwachbrüstig.

Auf der Zunge: Irgendwie bleibt es auch so. Immer noch sehr süß, dünn bis wässrig und dazu noch leicht säuerlich. Nicht, dass die Aromen nervig wären. Lässt sich schon alles trinken. Auch ein bisschen Weißbrotgeschmack lugt immer mal hervor. Vollmundig ist trotzdem anders. Außerdem findet der Hopfen überhaupt nicht statt. Mag ein Bier nach Pilsener Brauart sein, aber wie ein Pils schmeckt es definitiv nicht.

Abgang: Das Gute: Es wird nicht bitter, also doch eher Lager als Pils. Jetzt insgesamt ein bisschen mehr Geschmack. Die schlechte Nachricht: Immer noch von allem zu wenig. Das macht es natürlich irgendwie süffig. Da kann sich ja auch gar nix sträuben.

Fazit: Wie eingangs vermutet, ist es das unspektakuläre Bier ohne Ecken und Kanten. Zeitweise zu süß, insgesamt lasch und ohne jeden Wiedererkennungswert. 4/10.

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