Club IPA

Club IPA

von: Bierblog

erstellt am: 21.11.2018

Ein ehemaliger Kollege (Update: 6 Monate nach dem eigentlichen Test sind wir inzwischen wieder Kollegen) bringt mir ein Craft Beer mit. Das muss natürlich in den Blog. Es ist zwar schon einen Monat über das Haltbarkeitsdatum, aber was muss das muss. IPAs wurden ja historisch gesehen so stark gehopft, gerade damit sie haltbarer sind. Club IPA also. IPAs sind ja nicht meine Lieblingsbiere, aber sie sind zumindest oft interessant. Schaun mer mal, dann sehn mer scho.

Farbe: Helle Bernsteinfarbe, fast ein bisschen wie Honig. Total trüb, da scheint nix durch.

Geruch: Ganz typisch tropenfruchtig. Erinnert mich immer wieder ein bisschen an Cocktails, wenn es so schön nach Maracuja, Ananas und generell Zitrusfrüchten riecht. Etwas Malz kommt aber auch durch.

Schaum: Eine weiße, feinporige Schaumkrone, die aber schnell weggefressen wird. Nur ganz wenig bleibt auf der Oberfläche.

Einstieg: Prickelnd, Maracuja, Wassermelone, Orange. Früchte eben. Sommerlich frisch und leicht süß, definitiv noch haltbar. Man merkt aber auch schon die leichte Herbheit.

Auf der Zunge: Je weiter es Richtung hintere Zungenbereiche geht, desto herber wird es. Schaumige Konsistenz, etwas schwerer nun, bei 6% Alkohol auch nicht verwunderlich. Zum Glück wird das Bittere nie übermächtig. Die von mir so ungern geschmeckte Grapefruit kann dank der restlichen Früchte nicht das totale Kommando übernehmen. Größtenteils bleibt also alles ausgewogen, wirkliche Überraschungen bleiben aus, im positiven, wie im negativen Sinne.

Abgang: Im Abgang wird es natürlich doch noch etwas bitterer, wodurch so ein bisschen die Süffigkeit leidet. Andererseits bekommt man auch noch mal eine Dosis Malz und andere Früchte. Insgesamt auf jeden Fall durstlöschend und erfrischend. Gut für die warmen Temperaturen.

Fazit: Für mich ein ziemlich gutes IPA, das ich natürlich nicht wieder kaufen kann, da es von irgendeinem Handwerksmarkt stammt, weit weit weg. Ich würde es aber wieder trinken, da die Fruchtnoten und das Gesamtaroma wirklich sehr gelungen sind. Kleinere Schwächen im Abtrunk und im Körper. Na ja, geschenkt. 8/10.

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