Das gute Zirndorfer Landbier

Das gute Zirndorfer Landbier

von: Bierblog

erstellt am: 17.12.2022

“Bräuschank Bier”. Was das wohl heißt? Schankbier bedeutet jedenfalls unter 11% Stammwürze. Wie dem auch sei. Vor langer, laaaanger Zeit hatte ich Zirndorfer Kellerbier hier im Blog und es hatte ziemlich gut abgeschnitten. Dabei gehört Zirndorfer doch zur Radeberger Gruppe! Da es aber scheinbar dennoch in Franken gebraut wird, mag es nach wie vor seine Qualität besitzen. Heute also das Landbier, das ich tatsächlich sonst nur aus Gaststätten kenne.

Das gute Zirndorfer Bräuschank Bier. wie es in der Zirndorfer Bräuschänke seit Generationen zum Ausschank kommt. Von bernsteinfarbenem Glanz, vollmundig und süffig. Vollbier. Gebraut nach dem bayerischen Reinheitsgebot

Das beantwortet meine Eingangsfrage. Also ein Vollbier, das aber dem Ausschank dient. Bernstein, vollmundig und süffig klingt ja beinahe nach dem Kellerbier. Ich bin gespannt.

Das gute Zirndorfer Landbier

Farbe: Das mit dem Bernsteinschimmer stimmt. Hatte ich gar nicht so in Erinnerung, aber das letzte Zirndorfer Landbier war auch vor über 10 Jahren in irgendeinem Fährgarten. Hübsch gefiltert ist es auch.

Geruch: Einerseits malzig-brotig, also ich meine nicht nur normales, sondern auch Röstmalz in der Nase zu haben. Andererseits so eine dezent würzige Hopfenblume.

Schaum: Ziemlich feinporige, cremige und - für ein Landbier - recht stabile Schaumkrone, also verglichen mit anderen Landbieren die ich so hatte (ich weiß nicht mal, ob das eine wirklich eigene Sorte ist).

Einstieg: Spritzig und süß geht es los. Dazu gesellt sich so eine leicht saure Frucht, aber vielleicht bilde ich mir das ja nur ein? Schnell weitertrinken, um zu schauen, ob sich der Eindruck bestätigt. Wirkt bislang jedenfalls ziemlich seicht und schlank.

Auf der Zunge: Hach ja, die bayerische Brotzeit kommt mir in den Sinn. Vieles erinnert mich an ein Münchner Hell. Die Süße, die Brotrinde, die milde Hopfung (die Frucht bestätigt sich nicht) und dieser leichte, beschwingte Körper. Allerdings finde ich es nicht hundertprozentig vollmundig, da hätte noch mehr Gehalt im Bier sein können. Aber Biere für den Ausschank sind ja öfter mal von der etwas leichteren Sorte.

Abgang: Etwas Gutes hat der Mangel an Hopfen ja: es wird nicht bitter. Supersüffig geht es runter, auch wenn sich die Aromen nicht mehr weiter verstärken, was zumindest bei einigen Bieren der Fall ist.

Fazit: Ein gutes Bier, aber nicht ganz so stark wie das Kellerbier aus gleichem Hause. Süffig und angenehm zu trinken. 7/10.

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