Einsiedler Winterbock Zwickel

Einsiedler Winterbock Zwickel

von: Bierblog

erstellt am: 02.12.2020

Viel zu lange schon lag der Test vom letztjährigen Einsiedler Winterbock Zwickl bei mir herum. Jetzt bekommt es endlich seinen Auftritt. Vielleicht habe ich so lange gezögert, weil die anderen Einsiedler Biere oftmals nicht so überzeugend waren? Vielleicht auch nur, weil ich den Test im Frühjahr gemacht habe, das Bier aber nur zum Winter passt? Fragen über Fragen. Auf jeden Fall finde ich die Flasche schon mal ansprechend gestaltet und zu sagen hat sie auch etwas:

Kastanienfarben, feinglitzernder Schaum mit prachtvoller Konsistenz, so präsentiert sich unser unfiltrierter, untergäriger Winterbock Zwickel im Glas. Feine Caramel- und elegante Malzaromen und eine samtig weiche, unaufdringliche Bittere verzaubern Ihre Sinne. Unser Winterbock Zwickel ist die besondere Starkbierspezialität, welche perfekt zur kalten Jahreszeit passt.

Nun ja, zum Testzeitpunkt war es zwar schon warm, aber in meinem Kühlschrank war es kalt!

Einsiedler Winterbock Zwickel

Farbe: Kastanienbraun stimmt, unfiltriert stimmt auch. Holt mich direkt ab.

Geruch: Es riecht bereits karamellig und auch etwas hopfenwürzig. Ich muss an Zuckerbrot aus der Pfanne denken. Leichter schokoladiger Kaffeeduft zudem, ähnlich dem von Stouts.

Schaum: Cremig, feinporig, dicht, auch hier schienen Stouts das Vorbild zu sein. Geglitzert hat der Schaum aber nicht. #No Twilight VamBEER. Ok, ich hoffe, das Bier hat einen besseren Geschmack als ich.

Einstieg: An dieser Stelle bemerke ich nur karamellige Malzsüße und einen Schuss Schwarzbrot dahinter. Für ein Bockbier gerade zu prickelnd.

Auf der Zunge: Wie flüssiges Brot, nur nicht ganz so kräftig. Nein, das Bier ist keinesfalls dünn, die Aromen halten sich nur noch etwas zurück. Auf jeden Fall schmeckt es nicht nach Likör wie manch andere Starkbiere. Es fühlt sich auch nicht so schwer auf der Zunge an. Die 6.2% Alkohol bemerke ich nicht. Diesen Eindruck fasse ich gleich einmal etwas allgemeiner zusammen: Ein dezentes Bier.

Abgang: Im Abgang gibt es dann die Vollmundigkeit, auf die ich vorher gehofft habe. Alle Aromen sind nun kräftiger schmeckbar und sogar etwas Bittere gibt es, aber wie die Beschreibung der Flasche schon sagte, bleibt sie unaufdringlich. Zum Glück!

Fazit: Ein ziemlich gut gelungenes Bockbier. Endlich überzeugt mich ein Einsiedler mal auf beinahe ganzer Linie. Ganz die Höchstwertung verteile ich nicht, da das Bier einfach zu lange braucht, um richtig durchzustarten. Was es dann aber bietet, ist genau mein Ding. Yeah Baby. 9/10.

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