Falk Hefeweizen

Falk Hefeweizen

von: Bierblog

erstellt am: 10.03.2021

Heute gibt es ein oberpfälzisches Hefeweizen zur Verkostung. Ich bin nicht sicher, aber ich glaube, dass ich aus dieser speziellen Region noch kein Bier hatte. Grund genug für ganz viel Vorfreude, zumal ich gerade richtig Lust auf ein Weizen habe. Ich hoffe, meine Objektivität wird dadurch nicht naturgetrübt. Die Flasche verrät mir nichts über das Produkt, also muss die Website herhalten.

Die angenehmste Art ein Weizenkorn zu genießen. Sehr mildes Weizen. Seine Herstellung mit rein obergäriger Hefe und seine naturtrübe Unverfälschtheit ergeben in Verbindung mit ausgesuchten Malzen einen reinen, besonders weichen Weizengeschmack. Es besitzt einen ausgewogenen Kohlensäuregehalt.

Ein mildes Weizen mit weichem Geschmack und ausgewogenem Kohlensäuregehalt. Klingt erst mal dünn, aber wie sagte Franz Beckenbauer einst? Schaun mer mal, dann sehn mer scho.

Falk Hefeweizen

Farbe: Wie man es von Weizen kennt, dunkelgelb bis leichte Bernsteinfarbe, da kann ich mich nicht ganz entscheiden. Naturtrüb stimmt, aber ich habe schon trübere gesehen. Die Kohlensäureperlen steigen übrigens in Massen nach oben. Jetzt wüsste ich gern mal den Kohlensäuregehalt, um besser einzuschätzen, ob dieser wirklich als ausgewogen bezeichnet werden kann.

Geruch: Beim Eingießen roch es ein bisschen wie Becks. Ungelogen! Dieser Weed-Geruch geht auch danach nicht ganz weg, wird aber von strengen Hefedüften überlagert. Für ein Weizen riecht es erstmal, na ja, “anders”.

Schaum: Der Schaum hingegen ist typisch. Cremig, stabil und zum Glück in diesem Fall nicht so schnell steigend, dass ich das Glas zehn Minuten stehen lassen muss, bevor ich den Rest einkippen kann. Gut gelungen.

Einstieg: Prickelnde und süße Banane, vielleicht mit einer einzelnen Erdbeere garniert. Super Kohlensäure. Sehr erfrischend-fruchtig oder anders ausgedrückt: es schmeckt im Antrunk schon mal besser als es riecht.

Auf der Zunge: Trotz der Kohlensäure ein insgesamt weiches Mundgefühl. Der Hopfen darf jetzt raus zum Spielen. Dadurch wird es aber nicht herb, nur würziger, erinnert an Nelke. Die Frucht verschwindet natürlich nicht, wird aber nun etwas säuerlicher. Vollmundig kommt das Aroma insgesamt jedenfalls daher, auch bedingt durch den zunehmenden Weizenmalzgeschmack. Ist also eher nicht das dominant fruchtige, sondern eher ein geerdetes, getreidiges Hefeweizen ohne weitere Höhepunkte. Solide.

Abgang: Die Hefe ist hier leicht zu streng. Keine Sorge, schmeckt nicht nach Ziegenbock oder so, aber richtig süffig wird es auch nicht.

Fazit: Man merkte es bereits im Geruch und es setzte sich so im Aroma fort: das hier ist kein typisches Weizen. Im Fruchtgehalt eher gering, dafür wird das Getreide hervorgehoben. Zusätzlich ist es interessant gehopft. Leider leider wird in der Gesamtschau keine stimmige Komposition daraus. Versteht mich nicht falsch. Das Bier ist meilenweit davon entfernt, schlecht zu sein. Tatsächlich dürfte es vor allem Nicht-Weizen-Trinkern gefallen. So richtig gut ist es deshalb aber trotzdem nicht, auch wenn die Tendenz stimmt. 6,5/10.

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