Feldschlösschen Kellerbier

Feldschlösschen Kellerbier

von: Bierblog

erstellt am: 25.10.2022

Unglaublich, aber wahr. Es gibt ein Feldschlösschen Kellerbier und ich hatte es noch nicht im Blog. Das muss sich sofort ändern. Naturtrüb soll es sein und die Flasche hat sogar etwas mehr zu verkünden:

Ein naturtrübes Vollbier mit einem köstlich, feinherben Geschmack. Beste Rohstoffe und edle Hopfensorten geben dieser naturbelassenen Bierspezialität ihren vollmundigen und doch ausgewogen milden Charakter.

Na dann hoffe ich mal, dass es kein Pils ist, dem einfach nur Trübstoffe hinzugesetzt wurden.

Feldschlösschen Kellerbier

Farbe: Extra das einzige Feldschlösschen-Glas rausgekramt, das ich besitze. Von der Farbe her könnte es durchaus ein Pils sein, oder? Trüb ist es aber schon mal. Das lässt auf etwas mehr Geschmacksintensität hoffen.

Geruch: Riecht schon hopfenbetont, nicht so sehr wie das (manche) Pilsener tun, aber doch etwas. Leicht fruchtig, getreidig-malzig und auch hefig. Mal schauen, was das wird.

Schaum: Für ein Kellerbier eine recht stabile Schaumkrone, die haben ja oft etwas mit der Stabilität zu kämpfen. Feinporig und fest. I like.

Einstieg: Hefig und mit einem Anflug von Honig beginnt meine Geschmacksodyssee. Viel Kohlensäure gibt es nicht, aber eben eine ordentliche Portion Malzsüße, kombiniert mit Früchten, die eventuell gleich etwas herber werden könnten.

Auf der Zunge: Die Süße lässt nach, aber es wird auch nicht herber oder bitterer. Stattdessen malzig-getreidig, ein bisschen wie Brot, ohne dabei aber ganz vollmundig zu sein. Erinnert mich an Münchner Helles, aber mit Zitrusnoten. Auch die Hefe ist noch da und schmeckt so ein bisschen streng und muffig. Vielleicht absichtlich so? Ist schließlich ein Kellerbier…

Abgang: Feinherb geht es dann runter, die Zitrusnoten dabei so ähnlich wie Grapefruit. Der Malzkörper wird stärker. So hätte es ruhig die ganze Zeit sein dürfen. Da die Komposition jetzt recht stimmig wirkt, empfinde ich das Bier auch als süffig.

Fazit: Es sei direkt festgehalten, dass das Feldschlösschen Kellerbier deren Pils definitiv schlagen kann. Es hat allerdings auch so seine Macken, die es nicht ganz bis in die Kategorie “gut” kommen lassen (verglichen mit anderen Kellerbieren jedenfalls). Es kratzt dran, aber braucht noch Verfeinerung. 6.5/10.

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