Fiedler Magisterbräu

Fiedler Magisterbräu

von: Bierblog

erstellt am: 01.12.2022

Bier aus dem Erzgebirge bekomme ich nicht alle Tage in die Hände. Heute also das Fiedler Magisterbräu. Ein Schwarzbier. Laut Flasche sogar prämiert. Da bin ich gespannt, ob den Thüringern jetzt Konkurrenz gemacht werden kann, aber ich gehe da sowieso äußerst unvoreingenommen ran. Gleichzeitig ist das der Startschuss für 24 Tests in 24 Tagen. Jeden Tag einer, bis Weihnachten. Was erwartet mich wohl?

Fiedler-Schwarzbier - ein Genuss, das ein jeder trinken muss. Malzaromatisch gut gebraut, es dunkel aus dem Glase schaut.

Also poetischer als das Köstritzer Schwarzbier ist es schon einmal, aber ein paar mehr Infos hätte ich dann doch gern. Wozu gibt es denn Websites?

Stammwürze: 11 °P, Alkoholgehalt: 4,7 % vol.

  • Schwarzbier
  • angenehm, kräftiges und würziges Malzaroma
  • betonte Hopfennote
  • Bierspezialität

ein süffiger, röstiger Geschmack machen das dunkle, mit 11°P eingebraute Bier zu einer Spezialität. Wir verwenden hier 5 verschiedene Malzsorten.

Gleich fünf Sorten, nicht schlecht, da dürfte geschmacklich ja einiges auf mich zukommen. Süffige Röstung find ich auf jeden Fall gut.

Fiedler Magisterbräu

Farbe: Vielleicht nicht gut zu sehen, aber richtig pechschwarz ist es nicht. Ein sehr dunkles, undurchdringliches Braun hat es jedoch anzubieten. Geht schon als Schwarzbier durch, keine Sorge.

Geruch: Und nach Schwarzbier riecht es auch. Die Röstmalze sind präsent, könnte geschmacklich gleich viel Kaffee bedeuten. Im Duft befinden sich aber auch etwas dunkle Schokolade und ein Hauch von Säuerlichkeit. Der Hopfen?

Schaum: Etwas bräunlich gefärbt, feinporig, aber nicht über alle Maßen stabil. Da lässt sich bestimmt noch was optimieren.

Einstieg: Viel Kohlensäure, ein spritziges Schwarzbier, erlebt man gar nicht so oft. Dann direkt Zartbitterschokolade mit Pflaume - so kommt es mir jedenfalls vor. Das Röstmalz deutet sich an, ohne zu offensiv zu werden.

Auf der Zunge: Oh ja, nun wird es würziger und auch etwas süßer, was zu einer vollmundigen Komposition mutiert. Könnte auch flüssiges Schwarzbrot mit Nuss und etwas Honig sein. Was mir gefällt, ist, dass der Kaffee, den ich im Geruch wahrnahm, geschmacklich so gut wie gar nicht stattfindet. Die Kohlensäure ist jetzt etwas zu beißend, das macht das Mundgefühl nicht ganz so angenehm. Ansonsten leicht sämig und im hinteren Gaumen wieder eher säuerlich.

Abgang: Diese Säuerlichkeit verliert sich leider nicht, sondern manifestiert sich im Abtrunk erst richtig und hängt dann noch nach. Darunter, und unter der etwas zu hohen Rezenz, leidet die Süffigkeit ein wenig.

Fazit: Ein Schwarzbier mit vielen guten Momenten und einer schwachen Phase am Schluss. Kein Beinbruch, es war mir dennoch ein Vergnügen. 7,5/10.

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