Flechterla Zwick'l

Flechterla Zwick'l

von: Bierblog

erstellt am: 18.04.2023

Püls Bräu beschert mir ein Zwick’l, den Korbmacher-Zunfttrunk, das sogenannte “Flechterla”, naturtrüb und bernsteinfarben. Wenn das Bier halbwegs mit dem Pils derselben Brauerei mithalten kann, würde es ja schon reichen, aber fragen wir eben auf der Website der Brauerei nach:

Typisch fränkisches Zwickelbier. Untergärig gebrautes Bier mit niedrigem Kohlensäuregehalt. Bernsteinfarben und unfiltriert.

Charakter: naturbelassenes, bernsteinfarbenes, mildgehopftes und süffiges Lager, unfiltriert

Geschmack: Vollmund-süffig, naturbelassene frische Malznote

Geruch: hefig-malzig, frisch

Farbe: bernsteinfarben, leicht rötlich

Alkoholgehalt: ca. 5,0 % Vol. Stammwürze: 11,4 % Gew.

Mich deucht, es könnte mir gefallen.

Flechterla Zwick'l

Farbe: Das ist aber ein ganz schön dunkler Bernstein. Vielleicht liegt es ja daran, dass es nicht filtriert ist. Für mich eher rotbraun in der Farbe.

Geruch: Riecht recht hopfig-grasig, natürlich auch malzig, aber der Hopfen sticht schon heraus. Passt gut zum Kellerbier, scheint mir eine klassische Landsorte zu sein.

Schaum: Das nenne ich mal eine stabile Schaumkrone im Kellerbierbereich. Hält sich richtig lange im Glas und ist, in ihrer weiß-feinporigen Art, auch schön anzuschauen.

Einstieg: Dafür, dass das wenig Kohlensäure haben soll, ätzt es aber ganz schön an der Zungenspitze rum. Macht nix, ich mag ja erfrischend-spritzige Biere und dieses könnte eins werden. Leichte Karamellmalznote im Antrunk und ein kleines bisschen Säuerlichkeit.

Auf der Zunge: Es bleibt ein eher leichtes Bier, also total vollmundig finde ich es nicht. Charakter hat es dennoch. Hefig-malzig passt ganz gut, wobei das Malz wohl eher von der Hefe unterstrichen wird, denn die wirkt neutral. Das Malz über weite Strecken dezent süß und mit etwas Brotrinde im Aroma. Auch das mit der milden Hopfung ist nicht gelogen; ich nehme den Hopfen als würzig, aber euch leicht nach Kräutern schmeckend wahr, ohne jetzt in der Gesamtkomposition den Ton anzugeben. Es unterstreicht einfach nur den Rest.

Abgang: Der Hopfen etwas medizinischer, was sich etwas störend auf die Süffigkeit auswirkt. Trinkt sich dennoch gut weg.

Fazit: Ein ziemlich gutes Kellerbier. Wer fränkische Biere diesen Typs mag, macht mit dem Bier nichts falsch. Der Rest eigentlich auch nicht. 9/10.

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