Frankonia Vollbier Hell

Frankonia Vollbier Hell

von: Bierblog

erstellt am: 06.12.2021

Zum Nikolaus trink ich eine Flasche aus. Hoffen wir, dass das Bier besser schmeckt als sich mein Reim anhört. Frankonia klingt nach einem Bier aus Franken, mutmaße ich jetzt einfach mal. Ein helles Vollbier hat bei mir auch oft gute Chancen, ein kleines Highlight zu werden. Dazu ist das Etikett aus 100% recycletem Papier. Aber was besagt denn eigentlich dieses Etikett?

Untergäriges helles Vollbier - eine milde fränkische Brauspezialität. Nach Originalrezeptur der Wernecker Familienbrauerei Lang. Gebraut in der Ochsenfurter Privatbrauerei Kauzen Bräu.

Unterfranken also, wird sicher gut.

Frankonia Vollbier Hell

Farbe: Genauso wie ein Helles aussehen sollte. Goldgelb und klar, wobei ich auch naturtrübe Helle akzeptiere.

Geruch: Honig, Karamell, Mischbrot, Zitrus - der Duft hat viel anzubieten und nichts davon ist für ein Helles ungewöhnlich. Könnte ein klassisches Trinkvergnügen werden.

Schaum: Mal grob, mal fein, nicht sonderlich stabil und damit schnell verschwunden. Vor allem am Rand löst die Krone sich rasch auf, wenn auch am Ende dort noch am meisten Schaum verbleibt.

Einstieg: Wenig Kohlensäure, das fällt gleich auf. Dann direkt Mischbrotgeschmack, etwas Süße und sogar ein bisschen Bitterkeit.

Auf der Zunge: So setzt es sich fort, wobei es weiter hinten im Gaumen süßer und vollmundiger wird, nicht herber. Das Aroma ist ganz klassisch für ein bayerisches Helles. Insgesamt mit einem leichten Körper ausgestattet, dürftet es ruhig noch mehr Kohlensäure haben, um den Erfrischungsfaktor zu erhöhen. Der Zitrus, den ich gerochen habe, schlägt sich geschmacklich nicht nieder.

Abgang: Absolut süffig. Muss ich mehr sagen? Na gut, vielleicht das: der Hopfen verhindert, dass es unangenehm süß wird. Sehr gut gelungen.

Fazit: Eigentlich habe ich es ja schon gesagt: ein sehr gut gelungenes Helles. Vollmundig, süffig - flüssiges Brot in Reinkultur - mit einer ausgewogenen Aromenkomposition. Sicher wird das Bier keine Innovationspreise gewinnen, aber das will es auch gar nicht. Es will einfach ein gutes Brotzeitbier sein. Das schafft es locker und, auch wenn es noch mehr Kohlensäure verdient hätte, erreicht es doch sehr gute 9/10 Punkte.

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