Freiberger Edelkeller

Freiberger Edelkeller

von: Bierblog

erstellt am: 23.01.2018

“Ein naturbelassenes, aromatisch-frisches Kellerbier, gebraut in langer Tradition, die im Jahre 1266 Marktgraf Heinrich der Erlauchte mit dem Erlass nur Freibergisch Bier ins sächsische Bergbaugebiet zu liefern, ins Leben rief. Eine edle Tat und die erstmalige Erwähnung des Bierbrauens in Freiberg.”

Mich stimmen solche Texte manchmal wunderbar aufs Bierprobieren ein. Da hat die Marketingabteilung gute Arbeit geleistet. Das Freiberger Edelkeller steht noch nicht allzu lang in den Getränkemärkten. Ich bin gespannt, wie mir diese regionale, naturtrübe Spezialität mundet.

Freiberger Edelkeller

Farbe: Für ein “Kellerbier” (die ja normal oft rötlich sind) ziemlich hell, lässt sich optisch kaum von einem Pils (aber Kellerbier ist ja manchmal auch einfach Pils mit Hefe)  unterscheiden. Zunächst lief der Gerstensaft auch ziemlich klar ins Glas. Daher als Tipp: Kurz vor Ende schwenken, damit die Hefe und die damit verbundenen Trübstoffe sich lösen und mit ins Glas fließen. Naturtrüb stimmt dann auch.

Geruch: Hefig riecht es und sehr würzig. Das garantiert vorhandene Malz versteckt sich ein bisschen. Stattdessen meine ich minimale Fruchtnoten wahrzunehmen und feuchtes Heu.

Schaum: Feinporiger, weißer Schaum, eine schöne, stabile Krone.

Einstieg: Auch der Antrunk fällt hefig aus und äußerst prickelnd. Außerdem schon jetzt feinherbe und zitronig-süßliche Hopfenaromen spürbar.

Auf der Zunge: Nun kommen Malzaromen ins Spiel und verbinden sich mit der Zitrone. Die Herbheit nimmt dann weiter zu, so dass es nach einer Weile eher grapefruitig wirkt. Dieser Geschmack überlagert den Rest dann doch deutlich. Sämiger, schaumiger Körper, weiterhin sehr spritzig, aber kein richtig leichtes Bier. Mit 5,5 % ja auch mit einigen Umdrehungen.

Abgang: Nicht so bitter wie erwartet, aber die Grapefruit ist gekommen, um zu bleiben. Sie hängt noch längere Zeit im Hals, was das Bier nicht zum allersüffigsten Kellerbier macht.

Fazit: Es ist schon ein interessantes Bier, dieses Kellerbier. Vor allem, weil es sich deutlich von anderen Vertretern seiner Zunft unterscheidet. Von der Grapefruit bin ich eher nicht so angetan. Die macht das Bier eher zum Aperitif, als zum Begleiter für den Abend. Es lohnt sich dennoch, dieses Bier einmal zu probieren, weil es eben anders ist. Und das ist mir auch etwas wert. 7,5/10 Punkten.

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