Frenzel's Dunkles

Frenzel's Dunkles

von: Bierblog

erstellt am: 28.08.2019

Da geht man nach getaner Arbeit raus zur Straßenbahn und dank eines Unfalls kommt die nächsten zwei Stunden nichts. Also macht man sich auf den beschwerlichen Fußweg zur nächsten halbwegs brauchbaren Haltestelle. Doch was sah ich da? Einen kleinen, versteckten Getränkemarkt. Die verspätete Bahn hat also doch einen positiven Effekt, denn in eben diesem Markt fand ich etwas, das ich anderswo bislang nicht erhaschen konnte: das Dunkle von Frenzel’s. Gekauft, sicher heimgebracht und heute im Test. Ich freue mich.

Zunächst the grand opening:

Ein angenehmes, wenn auch nicht überragendes Ploppen.

Farbe: Schwarz wie Andy’s Seele. Das war ein Insider, aber so viele Leser hat der Blog ja nicht.

Geruch: Schon wenn man die Flasche öffnet, steigt einem das Röstmalz in die Nase. Im Glas riecht es dann noch besser, milder Kaffee, starker Kakaogeruch. Süßlich, malzig und mit einem Hauch von Sahne.

Schaum: Na ja, es gab schon bessere und schon schlechtere Schaumkronen.

Einstieg: Wow, wahrlich prickelnd und ein dezentes Gemisch aus Bittere und Süße. Schwarzbrot kommt mir als erstes in den Sinn, dann aber auch Karamell und Zartbitterschokolade.

Auf der Zunge: Es bleibt so wunderbar kohlensäurehaltig, wird aber auch etwas weicher. Und vollmundig kommt es daher. Die Schokolade überlagert nun den Rest. Der Pumpernickel wird abgedrängt und kann sich nicht mehr so sehr entfalten, was ich ein bisschen schade finde. Sämige Konsistenz, beinahe ölig, in den hinteren Regionen des Gaumens auch säuerlich.

Abgang: Oha, jetzt schlägt der Kaffee noch mal zu. Den habe ich ja nach dem Antrunk kaum noch bemerkt. Ist mir ein bisschen zu bitter. Ich hätte etwas mehr vom Anfangsaroma favorisiert, aber ich glaube, dieser Abgang ist genauso gewollt. Hängt noch ein bisschen nach, die Bittere.

Fazit: Es ist schon ein sehr gutes Dunkles, eigentlich sogar ein Schwarzbier. Es bietet verschiedene Aromen, gerade jetzt kurz nach dem Abgang meine ich, ein paar dunkle Waldtrauben zu bemerken. Insgesamt hat diese Komposition nur wenige Schwächen, die natürlich noch rein subjektiver Natur sind. Ich bin angetan. Ich würde es wieder trinken. Ich würde es vielleicht noch ein kleines bisschen anders wollen, aber was nicht ist…8/10.

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