Friedrich Hauf 1901 Dunkel

Friedrich Hauf 1901 Dunkel

von: Bierblog

erstellt am: 15.07.2020

Ein älterer Mann lächelt mich von der Flasche aus an. Ist es Friedrich Hauf? Freut er sich darüber, dass ich heute das nach ihm benannte Dunkle verkoste? Leider verrät die Flasche mir gar nichts, außer eine Website. Dort finde ich immerhin ein bisschen Information darüber, was für eine Art Bier ich zu erwarten habe:

Ein Exportbier, benannt nach dem Gründer der Brauerei Hauf. Ein Bier wie vor 100 Jahren. Original dunkel eingebraut, süffig und malzig. Eine echte Spezialität.

Bringt mich kaum weiter, einfach zu schwammig. Da hilft nur die Verkostung.

Friedrich Hauf 1901 Dunkel

Farbe: Kastanienbraun, schöne Farbe. Keine Frage.

Geruch: Riecht nach Kakao und Kaffee, also recht röstmalzig und schokoladig. Keine Ahnung, ob (fränkische) Biere vor 100 Jahren solche Geruchsnoten hatten.

Schaum: Feinporig und auch leicht gebräunt. Bleibt für eine Weile im Glas, wenn auch nicht so üppig wie zu Beginn.

Einstieg: Die Kohlensäure ist nicht von schlechten Eltern, prickelt angenehm an der Zungenspitze. Das Bier selbst kommt erst mal süß daher.

Auf der Zunge: Die Süße wird dann durch das Röstmalz abgeschwächt, bitter macht es das Bier jedoch nicht. Vollmundig? Fehlanzeige. Die Aromen sind da, aber sie sind schwach, das Bier ist keinesfalls dünn, aber irgendwie hält sich das Aroma sehr zurück.

Abgang: Etwas intensiver nun. Süffig ist es definitiv. Das Element, das es zu einem erinnerungswürdigen Bier machen würde, fehlt aber.

Fazit: Solide. Ein ordentliches Dunkles, aber die Geruchsnoten lassen das Bier interessanter erscheinen, als es geschmacklich dann ist. Schade. Etwas kräftiger im Geschmack und es wäre ein besseres Bier. Im aktuellen Zustand ist es aber nur oberer Durchschnitt. 6/10.

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