Fuller's London Porter

Fuller's London Porter

von: Bierblog

erstellt am: 03.12.2021

Die heutige Flasche besitzt viel Selbstvertrauen. “The World’s finest”, “Rich, Dark & Complex” und “Award Winning”. An der Themse ist dieses London Porter gebraut, und da ich nicht oft Biere dieser Sorte im Blog habe, bin ich umso gespannter, was dieses mir zu bieten hat, immerhin kommt es ohne Zuckerzusatz daher. Die Flasche selbst verrät mir nicht mehr als die bislang beschriebenen Informationen, aber die Brauerei ist dafür umso aufskunftsfreudiger.

A modern take on the 19th century porter style, Fuller’s rich, chocolatey London Porter recaptures the brooding beauty of pre-Victorian London. It’s evocative of simpler times but it’s a wonderfully complex pint.

As London’s last remaining family brewer, we’re fierce defenders of the city’s tradition for porter beer. Porters boomed in the capital centuries ago, and though the style died out in the early 1900s, Fuller’s London Porter put it back on the map once again. Rich, dark and classically creamy, this is a beer with reach far beyond our capital. It has won awards right across the globe and is widely regarded as the world’s finest porter.

Brewed to 5.4% ABV, London Porter bears outstanding depth of flavour. The blend of Brown, Crystal and Chocolate malts provide earthy character and creamy delivery, while hints of coffee and chocolate carry through onto the tongue. The range of flavours works well with a wide variety of foods, from rich meat dishes to chocolate puddings.

Auf der Seite stehen noch andere interessante Sachen, aber das soll erst einmal genügen. Es klingt jedenfalls nach einem Bier, das mir gefallen dürfte.

Fuller's London Porter

Farbe: Ein sattes Schwarz, wie man es auch von Stouts kennt. Wenn dieses hier so schokoladig ist, wie es behauptet, mag es von einem Chocolate Stout ja auch gar nicht so weit entfernt sein.

Geruch: Es ist gar nicht die Schokolade, die mir in die Nase sticht (obwohl sie natürlich auch im Duft enthalten ist), sondern Rauch. Das wird doch nicht etwa ein Schinken zum Trinken? Dann folgt Kaffee. Intensive Röstgerüche.

Schaum: Anfangs dachte ich, es käme gar kein Schaum auf, dann bildete sich eine dichte Krone, die auch einige Zeit im Glas verbleibt. Obowhl sie anfangs relativ schnell schmilzt, hält sie sich nach hinten raus doch noch wacker.

Einstieg: Süß und caramalzig. Die Röstaromen sind da, drängen sich aber nicht auf sondern tragen eher schon an dieser Stelle zu einer stimmigen Komposition bei. Wenig Kohlensäure, aber ein Bier dieser Art braucht davon auch nicht viel.

Auf der Zunge: Es ist ein Bier der dezenteren Sorte, denn keines der vielen Aromen steht wirklich im Vordergrund. Es ist sahnig, schokoladig, hat ein bisschen Traube, Nuss, Kaffee, Karamell und übrigens keinen Schinken, auch wenn es etwas danach roch. Cremiger Körper und je weiter es im Gaumen vordringt, desto weniger erinnert es mich an Porter. Stattdessen kommt bei mir ein Stout-Gefühl auf.

Abgang: Am Abtrunk hat der Kaffee am meisten Anteil. Wer es mag, findet es süffig. Für mich nicht ganz so einfach zu trinken, aber es gibt auch noch etwas mehr Zartbitterschokolade.

Fazit: Ob es nun das beste Porter der Welt ist, wage ich nicht zu beurteilen, es ist aber definitiv ein gutes und geschmacklich komplexes Bier. Natürlich sollte man englische Bierstile schätzen, um dieses Exemplar würdigen zu können, aber durch die vielen verschiedenen Eindrücke, die man beim Trinkgenuss vermittelt bekommt, lohnt es sich auch so. 8/10.

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