Greif-Bräu Capitulare Jubiläumsbier

Greif-Bräu Capitulare Jubiläumsbier

von: Bierblog

erstellt am: 11.02.2022

Greif-Bräu. Forchheim. Capitulare Jubiläumsbier. Nur welches Jubiläum? Auf der Flasche stehen die Zahlen 805 und 2005, aber 2005 ist lang vorbei und ob die Brauerei 805 schon existierte? Das Bier ist jedenfalls noch zwei Monate haltbar, wird also nicht schon 2005 gebraut worden sein.

Siehe da, das Internet weiß Bescheid:

Capitulare untergärig, Jubiläumsbier zum 1200 jährigen Stadtjubiläum, Speziell eingebraut, Malz- Karamellbetont, süffig, leichte Süße, leichte Hopfenbittere, Bernsteinfarbig blankes Aussehen Alk. 5,5%

Also doch 2005, nur, dass man es heute noch immer braut. Gut für mich, so kann ich vielleicht auch ein wenig jubilieren. Klingt jedenfalls nach einem Bier, das mir schmeckt und wenn es schon so speziell eingebraut wurde…

Greif-Bräu Capitulare Jubiläumsbier

Farbe: Bernsteinfarben ist korrekt. Geht sogar in Richtung rote Farbe. Kann sich sehen lassen. Wirkt leicht getrübt, aber auch nicht völlig naturtrüb.

Geruch: Riecht fast wie ein Märzen. Klar wahrnehmbare Karamellmalznote, die sich einen Kampf mit dem Hopfen um die Geruchsvorherrschaft liefert. Unentschieden, meiner bescheidenen Meinung nach.

Schaum: Erste Schwächephase, so schön der samtige weiße Schaum auch aussah, so grobporig war er und leider auch schnell verschwunden. Genießt den Anblick, solange ihr könnt.

Einstieg: Echt viel Kohlensäure, Junge, Junge. Die angeblich so leichte Hopfenbittere ist schon hier spürbar, wird aber von der Malzsüße etwas gebremst. Ich hoffe, es bleibt so.

Auf der Zunge: Mist, es wird bitterer. Was eine leichte Hopfenbittere ist, bewertet sicher jeder anders. Mir ist es des Guten zu viel. Ist der erste Hopfenschock überwunden, gibt es dann auch ein sehr getreidig-brotiges Aroma, das sehr genau meinen Geschmack trifft. Dazu passend lässt die Kohlensäure etwas nach und der Trank wird insgesamt vollmundiger, mit mehr Konsistenz. Etwas Süße gibt es auch, da hat die Werbung nicht gelogen.

Abgang: Mir einfach zu herb. Daher finde ich es auch nicht süffig. Erfrischend dafür schon, aber wenn ich jedes Mal das Gesicht verziehe, wenn das Bier die Kehle herunterfließt, dann sind ein paar Dolden zu viel in den Kessel gefallen.

Fazit: Schade, ich merke dem Bier an, dass es mir mit etwas weniger Bitterhopfen sehr viel besser gefallen hätte, denn es hat geschmacklich sonst alles zu bieten, was ich an Bieren mag. Charakteristische Getreidearomen, angenehme Malzsüße, jede Menge Vollmundigkeit. Nur eben zu bitter. So war es für mich leider kein Genuss. Ich kapituliere vor dem Capitulare, auch wenn ich mich mit fortschreitendem Trinkgenuss langsam an die Bittere gewöhne. 6/10.

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