Hübner Bräu Vollbier

Hübner Bräu Vollbier

von: Bierblog

erstellt am: 25.02.2022

Hübner Bräu Vollbier - weniger Informationen waren der Flasche wohl nicht möglich. Wobei: “Am Ursprung der Wiesent” steht noch mit drauf. Die Wiesent ist wohl ein Nebenfluss der Donau, es gibt aber auch eine Gemeinde diesen Namens. Ich bemühe mich also wieder mal auf die Website der Brauerei, um mehr zu erfahren, und ich werde belohnt. Das ist ja mal richtig viel Text:

Das Vollbier der Brauerei Hübner in Steinfeld gehört zu Recht zu den Klassikern in der Bamberger Region. Es verkörpert ein perfektes fränkisches Kellerbier. Klar filtriert begrüßt es im Glas mit seiner satten korngelben Farbe. Darüber steht ein fester, feinporiger, leicht beiger Schaum, feine Perlen finden zielstrebig ihren Weg nach oben ins weiche Schaumbett.

In der Nase findet sich das Getreide wieder, es duftet nach einem frisch abgeernteten fränkischen Kornfeld. Dahinter verstecken sich Aromen von Toffee und süßem Teig. Dieses Potpourri weckt die Lust auf den ersten Schluck, der die Zunge mit einem vollen, weichen und runden Geschmack umschmeichelt. Er wird abgelöst vom Eindruck einer Scheibe Vollkornbrot mit einer dicken Schicht Wildblütenhonig. Am Ende bleibt eine kurze, feine Bittere, die die Vorfreude auf den nächsten Schluck weckt.

Nun, eigentlich muss ich ja gar keinen Test mehr schreiben, oder? Sind perfekte fränkische Kellerbier wirklich korngelb und filtriert? Ich stelle mir unter dem Begriff ja meistens eher unfiltrierte, rötliche Zwickelbiere vor, aber gut. Da steht Vollbier auf der Flasche und Vollbier kann vieles heißen.

Hübner Bräu Vollbier

Farbe: Also…ist korngelb in Franken eine rötliche Bernsteinfarbe? So schaut es nämlich für mich aus. Auch ein bisschen getrübt kommt es daher. Habe ich mir also umsonst Sorgen gemacht?

Geruch: Es duftet nach einem Hauch Karamell, garniert mit Walnuss und Getreide. Riecht nicht wie ein ganzes Kornfeld, aber es hat tatsächlich etwas von süßem Teig.

Schaum: Tja, viel habe ich davon nicht gesehen, feinporig war der Schaum schon, aber eben nicht fest. Für mich auch eher weiß, als beige.

Einstieg: Es geht ziemlich süß los, das Prickeln ist eher verhalten, was es zu einem weichen Antrunk macht. An diesem Punkt aber noch ein leichtes Bier, noch nicht voll im Geschmack, sondern ganz sachte tasten sich die Aromen die Zungenspitze empor.

Auf der Zunge: Das Bier bleibt süßer Teig in Flüssigform und wird durch etwas mehr Getreide auch vollmundiger. Was fehlt, ist der Konter. Die ganze Zeit hat man ein honigartiges Aroma im Mund, was ich natürlich als Fan süßlicher Biere nicht weiter schlimm finde. Ich könnte mir aber vorstellen, dass das nicht jedem gefällt.

Abgang: Wenn man so empfindlich ist wie ich, kann man so etwas wie eine leichte Bittere wahrnehmen. Den abgehärteten Biertrinkern dürfte das aber nicht weiter auffallen. Alles in allem weiterhin süß und somit auch süffig, wenn man es denn so mag. Die Scheibe Brot kommt hier auch noch geschmacklich zum Tragen, wirkt auf mich aber eher wie Weißbrot.

Fazit: Wer fränkische, eher süßere Biere mag, kann hier wenig falsch machen. Für mich gibt es daher wenig Kritikpunkte. Vielleicht hätte man die feine Bittere noch etwas ausbauen können, um die Komposition insgesamt ausgewogener zu machen. Der Schaum hat auch Luft nach oben. Ansonsten? Ein sehr gutes Bier, vor allem wenn man für eine Honignote keinen Odintrunk konsumieren will. 8/10.

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