Heimathafen Bauhausedition

Heimathafen Bauhausedition

von: Bierblog

erstellt am: 27.10.2021

Bauhausedition. Warum Bauhaus und nicht Brauhaus? Egal… ein Bier aus Thüringen, aus Erfurt, um genau zu sein. Ein helles Vollbier und ich frage mich, was mich erwartet. Vielleicht kann die Flasche mir helfen.

Die Erfurter Braumanufaktur “Heimathafen” steht für handwerklich gebrautes Bier. Regionale und ausgesuchte Rohstoffe, Leidenschaft, Herzblut und ein Brauer, der sein Handwerk versteht, kennzeichnen die Brauspezialitäten aus dem Erfurter Zughafen.

Na gut, jetzt weiß ich dennoch nicht, was mich erwartet, also stelle ich Vermutungen an: hier kommt gleich ein helles, mit fancy Fruchthopfen versetztes, und modernes Helles ins Glas. Braumanufaktur nennen sich doch meistens die neueren Craftbier-Brauereien.

Heimathafen Bauhausedition

Farbe: Goldgelb bis leicht bernsteinfarben. Die Farbe ist mir sympathisch, denn sie erinnert mich an mein eigenes Helles, das ich vor kurzem gebraut habe. Es ist auch genauso hefetrüb.

Geruch: Ich meine, dass es ein bisschen nach Zitrus riecht, doch insgesamt sticht das Malz im Duft am deutlichsten hervor.

Schaum: Tja liegt es nun an meinem Glas oder am Bier. Wer oder was auch immer die Schuld daran trägt: der Schaum findet kaum statt.

Einstieg: Es prickelt schön los, dann kommt der Verdacht auf, dass ein fancy Mandarinenhopfen im Bier steckt, nur um im nächsten Moment von einer wahrlich malzigen Süße abgelöst zu werden. Passend für ein Helles würde ich sagen und ein guter Anfang.

Auf der Zunge: Jetzt scheint die Mandarine aus dem Geschmack getilgt. Es wird immer malziger. Ganz dezent schleicht sich auch etwas Herbes ins Aroma, das die Süße gut kontert. Das Bier wird immer vollmundiger und interessanterweise bemerkt man die Hefe kaum. Würde gern wissen, welche hier zum Einsatz kam, denn sie unterstreicht den Malzkörper sehr gut. Dass es noch ein Stück bitterer werden könnte, deutet sich jedoch auch schon an.

Abgang: Und so ist es dann auch. Der Abtrunk bietet zwei Nuancen: Mischbrot und ein bisschen Grapefruit, zumindest kommt es mir so vor. Dadurch für mich nicht ganz so süffig, wie es hätte sein können. Dafür aber ein guter Durstlöscher für warme Sommertage.

Fazit: Stark, der Brauer versteht sein Handwerk in der Tat. Immer eine Freude, wenn das Marketing nicht gelogen hat. Ein Bier, das auf den vielen Stärken von hellen Bieren aufsetzt und diesem Klassiker noch eigene Ideen hinzufügt. Sehr gut gelungen, nur auf die Grapefruit am Schluss hätte ich verzichten können. 9/10.

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