Heiner's Original

Heiner's Original

von: Bierblog

erstellt am: 09.10.2022

Ich sehe diese Flasche und frage mich direkt, wer Heiner ist. Sicherlich der auf dem Etikett abgebildete Herr, doch das bringt mich noch nicht wirklich weiter. Ich drehe also die Flasche, hoffe auf mehr Informationen und da steht tatsächlich was geschrieben:

HEINRICH HÖNICKA (1886-1963), engagierter Brauherr und begeisterter Landwirt, führte fast 60 Jahre die Geschäfte der Hönicka-Bräu. Aus jener Zeit stammt auch die Rezeptur für dieses festliche, süffige und urige SPEZIALBIER

Dann würde mich nur noch interessieren, warum die Flasche einen Schraubverschluss hat, aber sicher war das zu irgendeiner Zeit auch mal Tradition.

Heiner's Original

Farbe: Es ist gerade noch so gelb oder auch heller Bernstein, dabei leicht getrübt, aber die Kohlensäureperlen kann ich trotzdem sehen. Jetzt ist die Frage, zu welcher Sorte dieses Original gehört.

Geruch: Vom Geruch her deutet alles auf ein klassisches, bayerisches Helles hin, denn es riecht wie flüssiges Brot. Getreidige und süßliche Malzdüfte treten hervor, ich meine aber auch ein bisschen grasigen Hopfen wahrzunehmen.

Schaum: Das Bier ist mit einer feinporigen, stabilen Schaumkrone gesegnet. Kann sich wirklich lange im Glas halten. Gut gearbeitet. Da muss es jetzt nur noch schmecken.

Einstieg: Zunächst sei festgehalten, dass es ordentlich prickelt. Ziemlich beißender Antrunk, dazu sind vor allem Getreidearomen und eine ganz seichte Süße wahrnehmbar. Ich bleibe dabei, dass es ein bayerisches Hell sein muss. Na gut, man könnte auch helles Lager oder Export (der Alkoholgehalt deutet auf eine höhere Stammwürze hin, als beim Lager üblich) dazu sagen.

Auf der Zunge: Dieser Gerstensaft ist nun vor allem erfrischend, weil er so spritzig ist. Die bislang wahrgenommenen Aromen werden kräftiger, sodass man durchaus von Vollmundigkeit sprechen kann. Hinzu kommt jetzt eine ordentliche Portion Hopfen, die mal zartherb, mal leicht zitronig-säuerlich durchsticht, aber eher einen ergänzenden Faktor darstellt.

Abgang: Leicht medizinisch wirkt der Hopfen jetzt auf mich. Dem bin ich bei hellen Bieren zwar schon öfter begegnet, aber richtig daran gewöhnen kann ich micht nicht. Dadurch auch nicht ganz süffig, aber immer noch gut genug, dass es nicht allzu schwer den Hals hinunterläuft.

Fazit: Ein ordentliches Bayerisch Hell, das mit einem anderen Hopfen bestimmt noch besser wäre, doch sollte man sich da von meinem subjektiven Geschmack nicht beeinflussen lassen, zumal das Bier ansonsten ziemlich stark ist. 7,5/10.

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