Komes Russian Imperial Stout

Komes Russian Imperial Stout

von: Bierblog

erstellt am: 13.02.2024

Lange kein Stout mehr gehabt und dann noch “Imperial”, das kenne ich sonst nur von Imperial Porter. Egal, 12% Alkohol sind eine Ansage, die mir Respekt einflößt. Das Bier kommt aus Polen, daher verzichte ich jetzt mal darauf, mühevoll alles von der Flasche abzuschreiben. Zum Glück gibt es eine englischsprachige Variante der Website der Brauerei, sodass ich hier einfach zitieren kann.

Komes Imperial Stout is a strong, essential and complex, dark top-fermenting beer. A speciality appreciated by beer drinkers all over the world. The pronounced roasted notes, characteristic of this style, come from roasted barley. Coffee, chocolate and dried plum notes are balanced by pronounced bitterness. The addition of rye malt enhances the body and velvetiness of the Imperial Stout.

In the enriched recipe, we have increased the extract of the beer – for an even fuller flavour.

We brew our beer unhurriedly, taking a lot of time and care – enjoy it in the same way, slowly discovering the richness of its flavour.

A beer with a very complex flavour and rich aroma that will change over time before tasted.

Ich bin schon mal gespannt darauf, obergäriges Stout zu probieren. Kaffee, Schokolade und Pflaumen klingen typisch für Stout. Die ausgeprägte Bitterkeit lässt mich direkt zusammenzucken, dennoch bin ich bereit, dieses komplexe Erzeugnis in all seinen Facetten zu entdecken.

Komes Russian Imperial Stout

Farbe: Schwarz wie Cola. Undurchdringlich. Absolut trüb.

Geruch: Es riecht wie rauchiger Schnaps. Nicht ganz so stark wie Whisky, aber sehr alkoholisch. Das wird hart. Ansonsten Lakritze, Schokolade, Kaffee. Alles dabei.

Schaum: Der war kurzzeitig sehr braun und ist innerhalb von 20 Sekunden komplett verschwunden, sodass es jetzt wirklich wie Cola aussieht. Hat auch genauso gezischt.

Einstieg: Prickelt sehr, ist direkt auch rauchig im Geschmack. Hat etwas Schokolade, etwas Likör, Spuren von Kaffee, verhält sich aber im Antrunk noch relativ mild. Der große Hammer kommt sicher gleich.

Auf der Zunge: Es liegt schwer auf der Zunge. Die Pflaume ist jetzt definitiv auch da und noch geht es vom Aroma her. Rauch, Kaffee, das Alkoholische jetzt präsenter und auch störender, aber noch nicht vernichtend, auch wenn es im Gaumen langsam anfängt, zu brennen. Da ist auch Süße im Spiel, aber was dieser ganze Aufbau wert ist, muss wohl der Abtrunk zeigen.

Abgang: Der hat es in sich. Ist wirklich, als würde man Likör trinken. Viel zu viel Alkohol. Mit der Zeit wird einem der Rachen davon taub. Bitter wird es nie, aber süffig ist es deswegen trotzdem nicht.

Fazit: Ein Bier, das ich nicht zu Ende trinken konnte. Eine unglaublich mastige, alkoholische Komposition, die eher Schnaps als einem Bier ähnelt. Wer auf solche Starkbiere steht, der hat hier sicherlich ein besonderes gefunden. Ich finde es letztendlich ganz schön eklig. Bah, nein, gar nicht mein Fall. 3/10.

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