Kulmbacher Edelherb

Kulmbacher Edelherb

von: Bierblog

erstellt am: 23.10.2022

Kulmbacher Edelherb - das legendäre Pils aus Kulmbach - laut Flasche jedenfalls. Aus Kulmbach kommen ja auch die Mönchshof Biere, die mir oft sehr gut gefallen. Kulmbach liegt in Franken. Ich hatte bereits einige gute fränkische Pilsbiere. Warum sollte sich das heute nicht wiederholen?

Unser Edelherb ist das erste Kulmbacher Pils und wird nach Originalrezept gebraut. In Erinnerung an die Brauerfamilie Reichel.

Auch die Website der Brauerei hat einiges zu sagen, zu viel, um es hier alles zu zitieren, daher sei einfach auf dort verwiesen.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob das Bier wirklich so legendär und edel ist, wie behauptet. So unverwechselbar und rein, so unvergesslich und stets genau das richtige Bier zu jedem Anlass.

Kulmbacher Edelherb

Farbe: Natürlich blond. Wie der Film, na ja hoffentlich nicht so doof. Will heißen: hell, goldig, filtriert. Zum Pilsener passend und sortentreu.

Geruch: Der Geruch ist auch ganz klassisch. Einerseits getreidig-malzig, andererseits hopfig-würzig. Beides aber nur dezent vorhanden, sodass man von einem schlanken Bier ausgehen kann.

Schaum: Der ist feinporig, fast cremig. Nicht viel, aber stabil (beinahe Poesie!). Definitiv schön anzuschauen.

Einstieg: Ich hatte recht, man bemerkt schon im Antrunk, dass dieses ein leichtes, schlankes Bier ist. Einerseits ist da diese vordergründige Malzsüße, andererseits eine angenehme Hopfenblume. Prickeln tut es auch schön.

Auf der Zunge: Edelherb, das könnte passen. Ich kann die herben Geschmackstöne schon spüren und hoffe, dass es nicht zu bitter wird. Bislang kontert es jedoch nur die Süße und gibt dem Getreide im Aroma mehr Raum. So ein bisschen Weißbrotrinde, meine ich. Könnte ein Fehlaroma sein, aber ich mag es. Ansonsten wie gehabt. Leicht, spritzig, erfrischend. Vollmundig ist es nicht, doch auch keinesfalls wässrig, wie so manch anderes Industriepils.

Abgang: Tjaaaaa, gegen Ende wird es mir dann doch deutlich zu bitter. Was will man machen, ich kann diesen Stil einfach nicht süffig finden und muss mich jetzt ein bisschen quälen.

Fazit: Schade, schade, an sich kein schlechtes Bier. Zwar auch in vielerlei Hinsicht nicht mehr als solide, aber doch handwerklich gut gemacht. Nur der Abtrunk verdirbt es mir dann ein bisschen zu sehr. Da hatte ich auch einfach schon bessere Pilsener aus Franken. 6,5/10.

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