Kupferstich Rotbier

Kupferstich Rotbier

von: Bierblog

erstellt am: 18.12.2020

Die Brauerei Wagner aus Merkendorf macht Rotbier. Sympathisch, oder? Leider geizt die Flasche mit Informationen über ihren Inhalt, also muss die Website der Brauerei aushelfen. Was steht da?

Unser „Kupferstich – Rotbier“ ist natürlich nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut und weist einen Stammwürzegehalt von 12,1% vor. Seine leuchtend rötliche Farbe bekommt es von einer speziellen Malzmischung. Das fruchtig – hopfige Aroma macht es zu einem Biererlebnis mit 4,9 % Alkoholgehalt.

Über die spezielle Malzmischung wüsste ich gern mehr. Auf die Frucht bin ich zudem gespannt. Ich denke, dass ich bisher noch kein fruchtiges Rotbier hatte.

Kupferstich Rotbier

Farbe: Das Foto suggeriert was Anderes, aber es ist ein recht helles “Rotes”. Eher bernsteinfarben.

Geruch: Es riecht jedenfalls nicht fruchtig. Hier regieren die Malze. Vollkorn, Karamell, es riecht würzig, es riecht kräftig, es riecht süß, oder um es kurz zu machen: lecker!

Schaum: Dieser Schaum sieht fast aus wie Sahne. Solch eine Stabilität habe ich selten erlebt. Sehr schön. Allerdings musste ich ganz schön lange warten, bevor ich endlich anfangen konnte zu trinken.

Einstieg: Süß umspielen die Malze die Zungenspitze, sanftes Prickeln gesellt sich dazu. Frucht bemerke ich auch an dieser Stelle noch keine. Alles steht im Zeichen der Würze.

Auf der Zunge: Einerseits leicht, andererseits vollmundig. Es erinnert zunächst an ein kräftiges Helles, gleitet dann aber mehr und mehr in typisches Rotbieraroma hinüber. Süße und Getreide duellieren sich um den Platz an Spitze der Aromen, aber einen klaren Sieger gibt es nicht. Die Kombination funktioniert aber definitiv prächtig. Je weiter es Richtung Rachen kommt, desto mehr scheinen Röstmalze hervorzukommen…

Abgang: …sodass es im Abtrunk sogar eine ziemliche Porition Bitterkeit zu schmecken gibt. Darunter leidet die Süffigkeit ein wenig, wo doch vorher alles so berauschend süß war.

Fazit: Wo war denn die versprochene Frucht? Ich habe den Hopfen nur in herber Variante zu spüren bekommen. Der Abgang erinnerte mich ein bisschen an ein Pale Ale (ohne Frucht). Der Rest des Bieres ist aber ganz klassisch, wie man es von anderen Rot- oder Kellerbieren (das eine schließt das andere ja nicht aus) kennt. Ein sehr guter Vertreter seiner Zunft, aber nicht ganz vorn dabei. Ich lege es trotzdem jedem Rotbier-Fan ans Herz. 8/10.

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