Kyritzer Mord und Totschlag

Kyritzer Mord und Totschlag

von: Bierblog

erstellt am: 10.12.2019

Was soll man bei dem Namen noch groß sagen? Vielleicht, was das Etikett beizutragen hat:

“Wir Kyritzer sind ein rauhes, aber liebenswürdiges Völkchen. Der rauflustige Name steht für ein Schwarzbier, das in Kyritz schon im 17. Jh. gebraut wurde und unsere Stadt bis nach Hamburg, Lübeck und am kurfürstlichen Hof bekannt machte. Wenn wir Ihnen also Mord und Totschlag anbieten, werden wir sie nicht in eine Rauferei verwickeln, sondern mit unserem kräftigen Bräu aus alten Zeiten auf Kyritz an der Knatter anstoßen und Sie bei uns willkommen heißen! Hier können Sie Geschichte nicht nur sehen, sondern auch schmecken.”

Nett. Ich werde es genießen.

Farbe: Schwarz wie Schneewitchens Haare. Absolut undurchsichtig. So finster das Bier.

Geruch: Röstmalzig herb, außerdem Karamell und ganz leicht, in der zweiten Reihe hopfig-würzig.

Schaum: Sehr viel, sehr feinporig, sehr stabil. Leicht gebräunt.

Einstieg: Relativ prickelnd für ein so dunkles Bier, eine leichte Kaffeenote ist schon jetzt erkennbar, dahinter entfaltet sich Schwarzbrotaroma mit angenehmer Säuerlichkeit.

Auf der Zunge: Süßer als zuvor, karamellig und cremig, immer noch prickelnd. Es wird insgesamt kräftiger, vollmundiger. Eine relativ ausgewogene Angelegenheit, da auch das Säuerliche sich nun vornehm zurückhält.

Abgang: Nun wird es sogar rauchig und, wie könnte es anders sein, etwas bitterer. Zudem wirkt es jetzt schwerer, liköriger, geht mehr Richtung Bock. Süffig ist es trotzdem.

Fazit: Ein sehr gutes, kräftiges Schwarzbier, das viel richtig und nur sehr wenig weniger richtig macht. Die Höchstnote verpasst es leicht, auch weil es schnell zu Kopfe steigt. 9/10.

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