Lübzer Export

Lübzer Export

von: Bierblog

erstellt am: 01.08.2023

Hach Lübz - netter kleiner Ort und auch wenn die Brauerei schon lange zu einem größeren Konzern gehört, heißt das Bier, das sehr viele Mecklenburger gern trinken, noch immer so. Heute also das Export - quasi die Alternative, wenn es mal kein [/lübzer-pils/] sein soll, was ja durchaus seine Berechtigung hat. Mal schauen, ob es besser abschneidet. Die Flasche zeigt sich vom Produkt jedenfalls überzeugt.

Genieße den Moment mit dem würzigen Aroma eines Lübzer Export - gebraut nach traditioneller Rezeptur mit dem besonders klaren Wasser aus dem Tiefbrunnen in Lübz im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. Lübzer - Das Leben ruft.

Auch die Website der Brauerei macht Hoffnung.

Das Bier für alle, die ein volles Malzaroma schätzen. Mit seinem besonders würzigen Geschmack ist Lübzer Export ein echtes Charakterbier.

Würzig und malzig habe ich es gar nicht in Erinnerung. Ein Grund mehr, es mal konzentriert zu testen. Leider habe ich nur das Lübzer Pils Glas, aber es wird schon gehen…

Lübzer Export

Farbe: …denn rein farblich könnte es durchaus ein Pils sein. Goldgelb und klar filtriert. Das habe ich auf jeden Fall so in Erinnerung 👌.

Geruch: Riechen tut es anders als ein Pils, den Hopfen bemerke ich quasi gar nicht und so richtig malzaromatisch wirkt es auf mich jetzt auch nicht. Also klar ist da Malz, aber kein sonderlich intensiver Duft.

Schaum: Tja, der war kaum existent. Für das Foto hat es gerade so gereicht, aber der Schaum löste sich wirklich in Sekundenschnelle auf. Das ist enttäuschend. Jetzt sieht es ein bisschen aus wie Apfelschorle.

Einstieg: Dabei prickelt es doch so schön, das hätte den Schaum doch ordentlich stützen sollen - egal - ansonsten mit leichten Malznoten, etwas brotig, dezent süßlich, doch, genau wie im Duft, bislang nicht stark ausgeprägt. Definitiv ein Bier der leichteren Sorte.

Auf der Zunge: Irgendwie bleibt es auch so. Der Malzgeschmack kann kaum noch zulegen, insofern kann ich kein volles Malzaroma feststellen. Von Vollmundigkeit ist das Bier eh meilenweit entfernt. Was aber durchkommt, ist eine Hopfennote der feinherberen Sorte, natürlich nicht so stark wie bei einem Pils, aber doch spürbar und für meine Begriffe nicht ganz zum Rest passend. Legt sich gerade wie Kräuterhustenbonbonaroma (ein Hoch auf die Kompositionseigenschaften der deutschen Sprache!) über den Rest.

Abgang: Auch im Abtrunk wird es nun nicht mehr gehaltvoller, wenigstens aber auch nicht bitterer. Lässt sich trinken und wenn man was Kräfitges dazu isst, bemerkt man die Schwächen vielleicht auch gar nicht so sehr.

Fazit: Das Export ist so ein bisschen der kleine Bruder vom Pils, hat ähnlich wenig Geschmack, aber ist immerhin erträglicher in seiner Gesamtkomposition. Wer nicht aneckt, fällt halt auch nicht total negativ auf. Ein Charakterbier ist es aber nur, falls der Trinker einen ziemlich schwachen Charakter hat. 4/10.

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