Lammsbräu Zwickl

Lammsbräu Zwickl

von: Bierblog

erstellt am: 19.11.2020

Naturtrübes Bio-Kellerbier, ökologisch gebraut mit 100% Naturdoldenhopfen. Klingt ziemlich hochgestochen, aber eben auch interessant. Interessant genug, damit ich mal teste, ob das Bier denn auch so gut schmeckt, wie es klingt. Die Website der Brauerei zeigt mir auf jeden Fall noch mehr Sorten an, die ich gern testen würde und weiß auch etwas über das Zwickl zu berichten. Der Bier-Sommelier Heinz Kühnlein meint nämlich dazu:

Untergäriges, naturtrübes Bier mit ausgewogenem Hopfen- und Malzaroma. Ein besonders frisches und vollmundiges Geschmackserlebnis - vollkommen und unverfälscht. Goldgelb mit einer kräftigen Trübung und feinporigem, schneeweißem Schaum.

Zudem soll das Bier ausgezeichnet zu Fisch, einer Brotzeit oder einem Braten passen. Ich habe jetzt leider gerade keine Speise zur Hand, aber es wird auch ohne gehen.

Lammsbräu Zwickl

Farbe: Goldgelb? Finde ich nicht. Zum Rötlichen tendierender Bernstein schon eher. Die Trübung auch eher leicht, aber da kommt sicher noch ein Schwung Hefe nach.

Geruch: Malzbetont, d.h. karamellig, mit etwas Getreide, aber hauptsächlich Süße. Den Hopfen rieche ich ein wenig grasig heraus, ist aber wohl nicht die geruchsintensivste Sorte.

Schaum: Tatsächlich eine ansehnliche, weiße, feinporige Schaumkrone. Stabil und einfach gut gelungen.

Einstieg: Leichtes Prickeln, für ein Zwickl ist die geringe Kohlensäure nicht ungewöhnlich, außerdem gleich süß. Das Getreide geschmacklich hier stärker als im Duft. Die Vollmundigkeit deutet sich bereits an.

Auf der Zunge: Ausgewogen? Vom Aromahopfen spüre ich wenig, dafür umso mehr vom Malz. Das ist keine Kritik, denn eben dieses Malz macht dieses Bier zu einer Runden, in der Tat vollmundigen Angelegenheit. Zuerst bekommt man die Süße ab. Der Bitterhopfen kontert dabei das Karamell ausreichend gut, damit es nicht alles an sich reißen kann. Dann direkt getreidige Aromen, die das Geschmacksprofil sehr gut abrunden.

Abgang: Ganz ganz ganz leicht zu herb. Davon hängt ein bisschen was ölig im Rachen nach. Die Süße bleibt aber auch, daher: süffig.

Fazit: Die Brauerei zeigt sich stolz auf die Auswahl ihrer Zutaten und in diesem Fall ist ein ausgezeichnetes Bier dabei herausgekommen. Nachhaltigkeitsmission erfüllt, würde ich sagen. Es gibt hier wirklich so gut wie gar nichts zu meckern. Bloß ganz am Ende wird es mir eine Spur zu bitter, aber ich jammere ja oft wegen so was. 9,5/10.

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