Leikeim Hell

Leikeim Hell

von: Bierblog

erstellt am: 24.01.2023

Leikeim Hell. Aus Franken. Yummy. Denke ich mir jedenfalls, denn bislang befand sich Leikeim meist auf der guten Seite der Macht. Und was soll bei einem Hellen aus dem Süden schon schiefgehen? Vielleicht sagt die Flasche es mir.

Die helle Freude! Helle Malze, die dezente Hopfung, sowie die lange Lagerung verleihen unserem Hellen seinen milden Charakter. So ehrlich schmeckt daheim.

Die Flasche ist so optimistisch wie ich durstig bin. So lasset es denn ploppen.

Ein wohlfeiler Klang!

Leikeim Hell

Farbe: Vom Pilsner nicht zu unterscheiden. Wie auch, werden doch beide Sorten meist mit ähnlichen Malzmischungen gebraut. Wie Leikeim es hält, ob sie z.B. noch etwas Münchner oder Karamalz beimischen, weiß ich natürlich nicht. Auf jeden Fall sauber filtriert.

Geruch: Wie man es kennt und vielleicht auch liebt: vor allem getreidig-malzig, mit einem Hauch von Hopfenblume. Ganz klassisch, auch bei der verwendeten Hopfensorte.

Schaum: Solide, mehr nicht. Reicht aber aus, um das Glas nie ganz zu verlassen. Anfangs auch schön feinporig und hübsch anzuschauen. Erweckt halt immer einen “frischen” Eindruck.

Einstieg: Wie das prickelt! Richtig ordentliche und erfrischende Portion Kohlensäure, dann erst etwas süßlicher, fast wie Honig, aber auch mit einem ganz leichten Kräutereinschlag, was vom Hopfen kommen könnte. Ein leichtes Mundgefühl bislang.

Auf der Zunge: Beim leichten Mundgefühl bleibt es auch, ist beinahe ein bisschen fad, kriegt aber immer wieder die Kurve. Es kommt nun mehr Brotrinde ins Spiel, ohne aber entscheidende Vorteile gegenüber den anderen Aromen zu erlangen. Die Süße wird leicht zurückgedrängt, bleibt aber dezent honigartig. Könnte ein Zeichen fortschreitender Oxidation sein. Bittere verspüre ich gar nicht. Insgesamt eine recht ausgewogene Komposition.

Abgang: Nun wird es feinherb, was ich gar nicht weiter schlimm finde. Es passt zum Bier und führt zu einem trockenen Finish. Ein Durstlöscher, jawohl.

Fazit: Kein herausragendes, aber doch ein gutes Helles aus Franken. Innovationspreise gewinnt es nicht, aber wer so klassische bayerische Helle mag, macht mit diesem nichts falsch. Passt ausgezeichnet zur Brotzeit an einem warmen Sommertag. 7/10.

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