Lindenbräu Festbier

Lindenbräu Festbier

von: Bierblog

erstellt am: 24.12.2021

Ein Festbier sollte dem Anlass des heiligen Abends angemessen sein. Hergstellt wurde es von Lindenbräu, deren Flaschenetikett vom gleichnamigen Baum verziert wird. Da die Flasche ansonsten nichts verraten mag, muss ich selbst mal wieder auf Spurensuche gehen. Tatsächlich findet sich eine Website, die ein paar wenige Informationen bereithält:

Lindenbräu Festbier: Ein ausgeprägtes dunkles malzaromatisches Bier mit harmonischer Hopfung – nur saisonal erhältlich. Stammwürze P13 · Alkohol 5,4%vol

Na ein Glück, dass das Bier gerade Saison hat.

Lindenbräu Festbier

Farbe: Nicht falsch verstehen, die Farbe ist toll, aber ein dunkles Bier stelle ich mir noch dunkler vor. Für ein Festbier aber eine sehr passende Farbe. Ohne die Online-Infos zum Bier hätte auch ein helles Festbier mich nicht weiter verwundert.

Geruch: Der Duft wird von den Malzen beherrscht. Es riecht geröstet, keksig, brotig und dezent schokoladig. Wenn es auch so schmeckt, wird es lecker.

Schaum: Leider schnell verflogen, da haben andere Dunkle klar die Nase vorn, was die Schaumstabilität angeht. Man denke nur an manche Stouts.

Einstieg: Malzig-süß geht es auch los. Eine Mischung aus Karamell, Pflaume und dunklerem Brot. Dazwischen springt die sehr präsente Kohlensäure. Hatte ich gar nicht erwartet, freut mich aber.

Auf der Zunge: Es mag verrückt klingen, aber dieses Festbier erinnert mich an weihnachtlichen Enten- oder Gänsebraten, den man mit Knödeln ausstopft. Man esse dann die Knödel und der Geschmack könnte ähnlich sein. Eine für mich ganz erstaunliche Aromenkomposition und ich frage mich, womit diese erreicht wurde. Auf jeden Fall mal wieder ein Zeichen dafür, dass es nicht immer zig Zutaten braucht, um einen kleinen WoW-Effekt zu erzeugen. Der Hopfen spielt jetzt übrigens eine größere Rolle, denn es wird herber, jedoch nicht bitter. Die anfängliche Süße nimmt dadurch etwas ab, die teigigeren Malze werden mehr betont. Vollmundig? Aber ja!

Abgang: Süffig wie Sau. Nuff said.

Fazit: Vielleicht liegt es ja am Geist des heiligen Abends (dem heiligen Geist?), aber dieses Bier ist was Besonderes. Irgendwie fängt es für mich die wesentlichen Aromen eines Festtagsbraten ein bzw. würde ausgezeichnet dazu passen. Es trifft einfach am heutigen Tage genau meinen Geschmack. Rechtens. 10/10.

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