Lindenhardter Pilsner

Lindenhardter Pilsner

von: Bierblog

erstellt am: 27.05.2022

Die Brauerei Kürzdörfer, die das Lindenhardter Bier braut, kenne ich bislang noch nicht. Umso spannender wird es, zu sehen, ob sie mir ein Pils bieten kann, das nicht abschreckend bitter auf mich wirkt. Da es sich um eine fränkische Brauerei handelt, stehen die Chancen gut, dass sich eher an der böhmischen statt der friesischen Variante orientiert wird. Die Flasche selbst hat leider nichts zu sagen, was mich beruhigen könnte. Die Website der Brauerei bietet ebenso wenig eine Beschreibung des Pilsners. Dort ist es nicht einmal gelistet (oder ich war zu blöd, es zu finden).

Es nützt alles nichts. Selbst trinkt der Mann.

Lindenhardter Pilsner

Farbe: Pilstypisch hell bzw. heu- oder auch goldgelb. Klar gefiltert. Ich kann die Kohlensäureperlen nach oben steigen sehen. Nichts zu beanstanden.

Geruch: Riecht wie frisch gemähte Wiese, grasig-hopfig, sehr würzig. Doch auch das Malz versteckt sich nicht im Duft. Hat was von Honig und Brot.

Schaum: Zunächst feinporig, dicht, cremig und schnell steigend. Ebenso schnell löst sich der Schaum aber auch wieder auf. Nicht wirklich stabil.

Einstieg: Geht eher malzsüß und ziemlich prickelnd los. Pilstypisch ist hier ein leichtes Bier zu erwarten. Das deutet sich auch schon an, denn geschmacklich ist das alles sehr zurückhaltend.

Auf der Zunge: Es prickelt fröhlich weiter. So würzig der Hopfen roch, so wenig bitter kommt er daher, was mir selbstverständlich gefällt, aber die Die-Hard-Pils-Fans aus dem Norden eventuell abschreckt. Klar schmeckt und man den Hopfen raus, aber das Aroma ist ebenso vom Malz dominiert, das neben der Süße nun auch ein paar Brotnoten aufweist. Vollmundig wird das natürlich nicht. Es ist ein schlankes Bier, das eher auf Erfrischung setzt, als auf ein ganz intensives Geschmackserlebnis. Bitte aber schlank nicht mit dünn oder wässrig verwechseln.

Abgang: Das Bier kann ja doch noch feinherb werden. Hier werden die Liebhaber bitterer Aromen schon zufriedener sein. Da es im Abtrunk nun aber etwas medizinisch schmeckt, ist es für mich nicht ganz süffig.

Fazit: Einmal mehr habe ich ein ausgezeichnetes Pils aus Franken bekommen. Viel zu bemängeln gab es nicht. Die wenigen Kritikpunkte schmälern das Resultat, wie so oft bei fränkischen Bieren, kaum. 8,5/10.

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