Lohmener Hopfensprung

Lohmener Hopfensprung

von: Bierblog

erstellt am: 14.01.2025

Und noch ein Biobier aus der Hofbrauerei Lohmen, heute ein IPA, was bestimmt eine fruchtig-herbe Angelegenheit wird. Da steht sogar was von Starkbier auf der Flasche, um allerdings den Alkoholgehalt herauszufinden, muss ich scheinbar die Website der Brauerei befragen:

obergärig naturbelassenes Vollbier sehr kräftige Hopfennote durch Kalthopfung Stammwürze: 12% Alkohol: 5,0% Trinktemp.: 8-10°C

regionale Erzeugung, bio-zertifiziert!

Die Beschreibung stimmt allerdings nicht und zeigt auch ein anderes Label. Auf der Flasche hier steht es ja doch, schwer erkennbar, weil rosa Schrift auf rotem Hintergrund. 7,0%. Oha, das wird hart. Geht ja glatt als Maibock durch.

Lohmener Hopfensprung

Farbe: Gut sichtbar von der dunklen Bernsteinsorte, also kein klassisches Helles IPA. Macht ja nichts. Vielleicht wird es dadurch ja vollmundiger. Wiederum sehr trüb, da kam genug Hefe aus der Flasche.

Geruch: Der ist bei kaltgehopften Bieren immer spannend. Was haben wir hier also? Gar nicht so viel Frucht wie erwartet. Riecht natürlich tropisch, aber eben nicht so stark. Stattdessen kommt bislang das Malz karamellig-süß zum Tragen.

Schaum: Für ein IPA weder viel nicht sonderlich fest. Mag am Glas gelegen haben, denn von Ales bin ich doch mehr gewöhnt. Ist zwar nicht so, dass alles wegbricht, aber irgendwie sinkt der Schaum doch enorm schnell nach unten.

Einstieg: Ordentliche Kohlensäure und man schmeckt die tropischen Früchte viel mehr als man sie riecht. Litschi, Ananas, Grapefruit schon jetzt am Start. Letztere sorgt bereits für feinherbe Momente.

Auf der Zunge: Es gibt auch Malz, aber es kann sich gegen den Hopfen, der nicht nur nach Früchten, sondern auch nach Kräutern schmeckt, kaum behaupten. Insgesamt eine durchaus vollmundige und für ein IPA auch stimmige Komposition. Die ganze Zeit wird das Aroma von einer ordentlichen Portion Bittere begleitet und zu keinem Zeitpunkt schmeckt man den Alkohol heraus. Bravo. Das ist bei 7% nicht einfach.

Abgang: Uh, aber im Abtrunk eindeutig zu bitter geraten, dazu eine für mich eher kratzige Bittere, die noch ein Weilchen im Hals nachhängt. Für die einen ist das erfrischend und durstlöschend, für mich stört es die Süffigkeit.

Fazit: Für jemanden wie mich ist so ein Bier immer schwierig, vereint es hier doch zwei Sorten, mit denen ich nicht immer klarkomme: IPA und Bockbier. Dafür wiederum ist es sehr gut geraten und hat mir die meiste Zeit keinerlei Probleme bereitet. Der Abtrunk reißt die Wertung etwas runter, aber insgesamt ein gut gemachtes Bier. 7/10.

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