Lohmener Keller

Lohmener Keller

von: Bierblog

erstellt am: 15.07.2022

Nicht weit von hier, in der sächsischen Schweiz, befindet sich ein Ort namens Lohmen. Seit einigen Jahren befindet sich dort eine Hofbrauerei, bei der ich schon immer mal vorbeischauen wollte. Corona hat dem Ganzen eine Weile einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch will ich mich nicht beklagen, denn durch den Edeka meines Vertrauens hat das Bier seinen Weg nun zu mir gefunden, das Lohmener Kellerbier - um genau zu sein.

Laut Flasche unfiltriert, nicht pasteurisiert und mit Liebe handwerklich gebraut. Übrigens handelt es sich hierbei um die einzige untergärige Sorte der Brauerei. Ich bin gespannt!

Lohmener Keller

Farbe: So stellt man sich ein naturtrübes Kellerbie doch vor! Rötliche Farbe, sieht köstlich aus. Pro-Tip: Wer die Hefe nicht im Glas will, der schüttele die Flasche nicht zu sehr. Anfangs fließt es nämlich sehr klar ins Glas.

Geruch: Dafür, dass die Website das Bier eher hopfenbetont beschreibt, rieche ich aber ganz schön viel Malz raus, insbesondere Caramalze. Riecht wie eine Mischung aus Keks und Brot.

Schaum: Eine ansehnliche Schaumkrone, feinporig, dicht, fast cremig. Bleibt eine Weile im Glas, von daher würde ich von Stabilität sprechen.

Einstieg: Es rauschte beim Einfüllen schon und auch jetzt prickelt es direkt richtig los, trotzdem bietet das Bier ein weiches Mundgefühl. Schmeckt an dieser Stelle genauso keksig-süß wie es riecht. Der Hopfen? Lässt sich nur erahnen.

Auf der Zunge: Hopfenbittere ist auch jetzt nicht spürbar, dafür werden die süßlichen Komponenten durch getreidige ergänzt, sodass das Bier jetzt einen Mischbrotcharakter erhält. Nüsse und Trauben gesellen sich dazu und sorgen für eine abwechslungsreiche und vollmundige Komposition. Leicht sämige Konsistenz. Ganz zum Schluss meine ich dann doch etwas Herbes zu schmecken.

Abgang: Tatsächlich gibt es im Abtrunk eine minimale Bitterkeit und es geht, genau wie auf der Brauerei-Website erwähnt, richtig trocken runter. Dadurch hat die Bitterkeit keine Chance sich festzusetzen. Gleichzeitig ist es dadurch aber auch nicht mehr ganz so spritzig bzw. erfrischend wie noch im Antrunk. Süffig finde ich es dennoch.

Fazit: Ein klasse Bier hat die Lohmener Hofbrauerei da gebraut, denn es ist weitestgehend nach meinem Geschmack geraten und macht Lust und Neugier auf weitere ihrer Sorten. 9/10.

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