Lohmener Rotes

Lohmener Rotes

von: Bierblog

erstellt am: 06.07.2024

Und sie kommen weiterhin rein, die Sorten aus der Hofbrauerei Lohmen. Dieses Mal ein rotes, obergäriges Vollbier. Nicht mal die Website listet dieses Produkt, sodass ich völlig blind in diese Verkostung gehe. Aber bei einem Roten sage ich nicht nein und dass es obergärig ist, macht es nur zusätzlich interessant. Vielleicht ist es ja den typischen Irish Reds nachempfunden.

Lohmener Rotes

Farbe: Rot kommt hin. Rotbraun akzeptiere ich auch. Dazu undurchdringlich hefetrüb. Ein guter Beginn, dem hoffentlich gleich ein noch besserer Geschmack folgt.

Geruch: Es riecht intensiv nach Zartbitterschokolade. Haben wir hier etwa doch eher ein rotes Stout als ein Ale im Glas? Eigentlich egal, jedes Obergärige ist am Ende ein Ale. Etwas Karamell ist hier auch am Start, während der Hopfen unter seiner eigenen Unbedeutsamkeit leidet. Spannend.

Schaum: Eine wirklich stabile, cremige Schaumkrone, auch diese also fast wie bei einem Stout. Mehrheitlich weiß, aber durch die Hefe kamen braune Strähnchen hinein. Sieht aus wie ne Elvis-Locke.

Einstieg: Zu Beginn ein sanftes Prickeln, gefolgt von schokoladigen Röstmalznoten, die jede Menge Süße ins Aroma bringen. Bislang also keine Kaffeebittere. Was ich jetzt schon sagen kann, ist, dass ich mich hier wohl nicht zwischen Stout und Ale entscheiden kann. Was bereits auffällt: Es ist von sehr sämiger Konsistenz.

Auf der Zunge: Karamell meets Traube meets Sahneschokolade. Wirklich überhaupt nicht bitter bislang. Im Hintergrund merkt man jedoch die Röst- oder Melanoidinmalze (da bin ich etwas unentschieden, tendiere aktuell aber zu zweiterem, da es keinen kratzigen Kaffee im Bier gibt), die dem ganzen einen deutlich vollmundigeren Charakter verpassen. Richtig schön brotig. Ganz am Ende dann dezent säuerlich, was für eine typische Ale-Hefe spricht - zumindest ist meine Erfahrung mit Ale-Hefen so.

Abgang: Jetzt etwas bitterer und noch säuerlicher, nicht der süffigste Abtrunk. Leider. Dafür nimmt die Malzintensität nochmals zu.

Fazit: Von der Malzkomposition her ist das Bier genau mein Ding, nur mit der obergärigen Hefe tue ich mich etwas schwer. Deren geschmackliche “Nachteile” können das Geschmackserlebnis dieses naturbelassenen Gerstensafts aber kaum trüben (pun intended). 7/10.

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