Mönchshof Zwickl

Mönchshof Zwickl

von: Bierblog

erstellt am: 10.10.2023

Tja Mönchshof - was soll ich sagen? Schon alle möglichen Sorten hier im Blog gehabt und ich wurde selten enttäuscht. Irgendwas machen sie also richtig und wenn sie dann mit einem Zwickl um die Ecke kommen, kann ich nicht ablehnen. Zu neugierig bin ich, ob es ein eher helles oder dunkleres Zwickl ist (von der Flaschenfärbung her tippe ich auf hell) und zu hoch sind die Erwartungen an ein naturtrübes Bier. Was sagt die Flasche?

Das helle, naturtrübe Zwickl mit seinem ausgeprägt weichen Malzkörper wird traditionell unfiltriert direkt aus dem Lagerkeller genossen. Vor dem Einschenken leicht schwenken.

Also ein Helles und an das Schwenken werde ich denken (ja, Goethe und Schiller waren bessere Dichter), aber lassen wir es doch zunächst ploppen.

Ich hoffe das Bier schmeckt nicht so schwachbrüstig, wie es klingt.

Mönchshof Zwickl

Farbe: Es ist nicht ganz so dunkel wie auf dem Foto, eher dunkelgelb, aber auch nicht so hell wie ich gedacht hatte. Naturtrüb ist es jedoch in jedem Falle und ich bin gespannt auf alles Weitere.

Geruch: Riecht einerseits fruchtig, was von der Hefe herrühren könnte oder vom verwendeten Hopfen, andererseits stark malzig, hier sogar fast wie Honig. Nicht übel.

Schaum: Schäumt kräftig, aber grobporig und löst sich dann relativ schnell wieder auf, wenn auch nicht vollkommen. Ein bisschen Schaum bleibt länger als der Rest. Gibt ja immer Partygäste, die einfach nicht gehen wollen.

Einstieg: Für ein Zwickl ziemlich prickelnd, das hat man nicht immer. Ansonsten erinnert es sehr an ein helles Export, zumindest jetzt im ersten Moment. Dezente Malznoten, etwas Hefearoma und keinerlei Fruchtigkeit. Dürfte also doch eher klassischer Hopfen sein, der hier zum Einsatz kommt.

Auf der Zunge: Die Kohlensäure bleibt auffällig, auffälliger als der Rest. Für mich ein leichtes Bier für den Sommer und eine ganz klassische Komposition für ein Helles. Der Malzkörper ist in der Tat weich, geradezu zurückhaltend und doch schmeckbar. Der Hopfen deutet sich etwas feinherb an, wird aber nie aufdringlich und verströmt eher ein Aroma von Kräutern. Die Hefe - im Duft noch so präsent, hat ein neutrales, das Malz unterstreichendes Profil. Insgesamt nicht komplett vollmundig, jedoch gut geeignet für eine Brotzeit.

Abgang: Das Malz wird nochmal etwas getreidiger, war es doch bislang eher süßlich unterwegs, und auch kräftiger als zuvor. Bittere gibt es keine. Eindeutig süffig.

Fazit: Wieder ein gutes, wenn ich auch nicht total herausragendes Bier von Mönchshof. Geschmacklich weder mit Höhen, noch mit Tiefen, sondern gefällig und mit hoher Drinkability. 7/10.

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