Maisel's Weisse

Maisel's Weisse

von: Bierblog

erstellt am: 09.07.2017

Da ist die Weißbierwoche also schon wieder vorbei. Nachdem ich mir eine Träne verdrückt habe, muss ich aber noch den letzten Test liefern. Den Abschluss bildet die Maisel’s Weisse, laut Flasche mit ausgewählten Malzen ausgestattet, die dem Bier seine rötliche Bernsteinfarbe verleihen. Der einzigartige Charakter entstammt dem über Generationen überlieferten Brauverfahren und der selbst gezüchteten Hefe. Frisch riechen soll es, nach Frucht, und im Antrunk soll es würzig nach Malz, Frucht, Muskatnuss und Nelken schmecken. Erst im Nachgang bietet es dann die weizenbiertypischen Aromen. Klingt zwar wie ganz normales Werbe-Blabla, aber das verzeihe ich anderen Bieren ja auch.

Maisel's Weisse

Farbe: Tatsächlich eher rötlich…ich frage mich, warum sie es dann Maisel’s WEISSE nennen, aber nix gegen die Farbe, solche Biere gefallen mir ja in der Regel.

Geruch: Ob es frisch riecht? Bier riecht für mich annähernd immer frisch. Auf jeden Fall bemerke ich die angesprochenen Fruchtnoten, süßlich, bananig, weicher Geruch.

Schaum: Sehr typisch für ein Weizen. Weiß, dicht, feinporig, stabil und es überfordert mich beim Eingießen wieder mal.

Einstieg: Auch hier sehr bananig, süßlich, weich (nicht zu verwechseln mit quadratisch, praktisch, gut). Kohlensäure ist vorhanden, hält sich aber zurück. Was auffällt, ist, dass das Bananige nicht zum grotesk Hefigen mutiert. Rote Beeren im Hintergrund. Muskatnuss und Nelke spüre ich aber nicht.

Auf der Zunge: Es ist nach wie vor ein bisschen wie Bananenweizen, bisher das bananigste Weißbier, das ich kosten durfte. Eine Spur Erdbeere, die Kohlensäure fast ein bisschen zu wenig. Frisch, sommerlich, aber nicht so spritzig wie andere Weizen. Dann kommt etwas Zitrone hinzu…

Abgang: …um beim Schlucken dann richtig hervor zu treten. Eine schöne Wendung beim Trinken. Zum Ende wird es dann auch noch mal hefiger mit leicht herben Einschlag.

Fazit: Also Muskatnuss und Nelken habe ich nicht wahrgenommen, der Rest der Flaschenwerbung war aber nicht gelogen. Hier handelt es sich definitiv um ein gutes, relativ klassisches Weizen, was sich in Sachen Hefegeschmack und Kohlensäure jedoch etwas zurücknimmt. Ersteres begrüße ich durchaus, die teilweise zu schwache Kohlensäure verleiht dem ganzen allerdings einen “saftigen” Charakter. Ist nicht schlimm, schmeckt trotzdem vorzüglich. Abwechslung bietet es auch. Logisch, 9/10.

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