Malt Liquor

Malt Liquor

von: Bierblog

erstellt am: 21.02.2019

Aus der Berliner Bierfabrik. Nicht direkt ein Bier, sondern ein aus Malz und Zuckerquellen gebrautes starkbieriges Getränk. Es klingt auf jeden Fall interessant, macht mir aber auch bisschen Angst, wobei der Alkoholgehalt mit 6,7 % noch in Ordnung ist. Der Trunk soll auf Eichenholz gereift sein. Mensch, fast wie Whisky. Ich bin gespannt. Schande über mich, dass ich es so lang im Kühlschrank vergessen habe.

Farbe: Bernsteinfarben und irgendwie schwimmt eine Menge Zeug darin herum. Sind das Siruprückstände? Fragen über Fragen.

Geruch: Es riecht schon mal richtig süß. Zudem leicht fruchtig und natürlich auch malzig. Riecht es nach Likör? Ein wenig.

Schaum: Feinporig und dicht, aber auch schnell verschwunden. Zurück bleibt ein schmaler Film, der sich noch längere Zeit am Glasrand festsetzt.

Einstieg: Unerwartet prickelnd. Definitiv jetzt schon likörig, aber noch nicht zu süß. Die Süße selbst bewegt sich im Bereich Honig/Karamell.

Auf der Zunge: Jetzt wirkt es fast wie ein Pale Ale, etwas fruchtig und mit einer kleinen Portion Bittere. Trotz des nun etwas herberen Charakters bleibt der Likör erhalten, das heißt, es ist auch weiterhin leicht süß. Der Körper ist sämig bis schaumig und das Aroma bietet sogar ein kleines bisschen Rauch. Eine gewöhnungsbedürftige Mischung, aber schlecht finde ich sie nicht.

Abgang: Es wird schinkig. Verrückt. Karamelliges Rauchbier? So fühlt es sich an und es ist tatsächlich süffig. Mein Kompliment.

Fazit: Dieses Mischgetränk hat mich definitiv überrascht. Diese Mischung habe ich nicht erwartet. Das Bier (ja ja, es ist nicht direkt eines) durchläuft verschiedene Phasen und kann sich kontinuierlich steigern. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht jedem schmeckt, so eine Kreuzung aus Pale Ale, Karamellmalzen und Rauch? Auch ich hatte meine Startschwierigkeiten, aber dann wusste es durchaus zu gefallen. Etwas irritiert haben mich die vielen kleinen Partikel, die im Trunk schwammen, aber ansonsten habe ich kaum Grund zur Kritik. Natürlich ist das Likörige auch nicht so ganz meine Sache, aber der Rest schmeckt mir so vorzüglich, dass es trotzdem zur 9/10 reicht.

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