Nothelfer Hausbrauer Hell

Nothelfer Hausbrauer Hell

von: Bierblog

erstellt am: 12.12.2023

Das nächste Nothelfer Bier hier im Blog und wie immer verrät die Flasche mir gar nichts, außer, dass es ein Helles ist. Glücklicherweise hat die Brauerei Trunk (was für ein passender Name) eine auskunftsfreudige Website, auf der ich das gesuchte Bier erstmal gar nicht finde. Es wurde nämlich inzwischen umbenannt in “Vollbier Hell”.

Das Vollbier Hell präsentiert sich glanzklar und mit einem feinen Hellgelb im Glas. Auf dem verlockenden Bier steht ein weißer, feinporiger Schaum. In der Nase vermittelt dieses typische fränkisch-bayerische Helle süßliche Malz- und Getreidenoten. Diese begrüßen den Genießer auch im Antrunk. Anschließend entfaltet dieses vollmundige Bier ein fein prickelndes Mundgefühl mit leichten Honignoten von Akazien und Lindenblüten. Im Abgang verabschiedet sich der Trunk mit einer kräftigen Bittere und macht Lust auf mehr.

Speiseempfehlung: Leichte, nicht zu fette Wurst, Puten- und Hähnchengerichte, Emmentaler, Frisch- und Hüttenkäse, Brotzeiten.

Bis auf die kräftige Bittere im Abtrunk klingt es nach einem recht typischen Bayerisch Hell.

Nothelfer Hausbrauer Hell

Farbe: Goldgelb, wie sich das gehört. Ist bestimmt schön viel Pilsner Malz drin. Als “glanzklar” wird es beschrieben und dementsprechend gut filtriert präsentiert es sich.

Geruch: Kein ausgeprägter Duft muss ich sagen. Riecht schwach nach Getreide und etwas wahrnehmbarer nach würziger Hopfenblume, doch natürlich keinesfalls so sehr wie ein Pils das tun würde.

Schaum: Feinporig war der Schaum, aber er hatte keinen Bestandt, sondern ging direkt unter. Schade.

Einstieg: Verdammt viel Kohlensäure, richtig beißend, wie man es sonst nur von Weißbieren kennt. Dann bereits eine kräftige Malzsüße und ein Hauch von Bitterhopfung. Ja, das könnte vollmundig werden.

Auf der Zunge: Eins kann ich direkt feststellen: Das Bier passt in der Tat zu Brotzeiten, hat es doch selbst ein Aroma wie flüssiges Brot. Das mit der Honignote stimmt, auch wenn ich nicht sagen kann, ob das nun Akazienhonig oder eine andere Sorte ist. Die Komposition fällt insgesamt kräftig genug aus, um von einem vollmundigen Körper zu sprechen. Durch die hohe Kohlensäurekonzentration bewahrt sich dieses Helle aber auch seinen Status als Durstlöscher. Erst im hinteren Gaumen deutet sich so langsam etwas Herbes im Geschmack an.

Abgang: Zum Glück fällt die angekündigte Bittere doch nicht so kräftig aus. Sie funktioniert ganz gut als Gegenpol zu den restlichen Aromen. Der minimal medizinische Nachgeschmack ist nicht ganz meins, aber süffig finde ich das Bier dennoch.

Fazit: Ein ausgezeichnetes Helles in Tradition anderer bayerischer Biere aus derselben Sparte. Erfrischend, schmackhaft, bekömmlich. 8,5/10.

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