Obaladara

Obaladara

von: Bierblog

erstellt am: 19.12.2021

Obaladara, was immer das auch heißen mag, aus der Brauerei Ott. Ein Bier aus dem Leinleitertal, von dem ich nicht weiß, wo es liegt. Ein mysteriöses Bier also, wobei ich mich immerhin in das niedliche Pärchen auf dem Etikett hineinfühlen kann. Da ich aber neugierig bin, was für ein Bier hier vor mir steht, frage ich eben die Website der Brauerei, welche mir folgende Auskunft zuteilwerden lässt:

Das Original Obaladara ist ein Malzaromatisches Bier mit leichter Karamelnote. Zusätzlich wurde der Geschmack durch Röstmalznoten und einem leicht spürbaren Hopfenaroma abgerundet.

Das klingt wie ein Bier nach meinem Geschmack.

Obaladara

Farbe: “Schöne Farbe” war das erste, was mir in den Sinn kam. Erinnert mich an Kastanien. Das sind die Röstmalze, jede Wette.

Geruch: Die Röstmalze kann man auch riechen. Leichte Schokoladen- und Kaffeenoten, beides nicht zu streng ausgeprägt. Ein angenehmer Duft.

Schaum: Wie so oft bei Bieren dieser Art ist die Schaumkrone ein kleiner Schwachpunkt. Anfangs hatte ich Hoffnung, als sie sich feinporig und fest präsentierte. Dann kam der große Schwund doch relativ schnell. Am Glasrand frisst und hält sie sich aber noch eine Weile fest, von daher kein Drama.

Einstieg: Die Kohlensäure ist weder zu schwach, noch zu stark und überlässt direkt dem Aroma die Show. Dieses präsentiert sich dezent karamellig, aber schon hier feinherb durch einen seichten Kaffeegeschmack. Dazu wohnt dem Trunk eine gewisse Nussigkeit inne.

Auf der Zunge: Die Nuss verwandelt sich in dunkle Trauben, tritt jedoch hinter die Melange aus Kaffee und Zartbitterschokolade. Ein Bier der schwereren Sorte, 5,3% Alkohol zeugen davon. Geschmacklich noch kein Bockbier, aber es geht in die Richtung. Den Hopfen bemerke ich maximal in der Bittere, nicht aber im Aromabereich. Kein vollmundiger, sondern etwas öliger und nicht ganz ausgewogener Körper, denn dafür dominieren die Kaffeearomen zu sehr.

Abgang: Ist mir etwas zu herb, um es komplett süffig zu finden. Es hatte zwar das Potenzial, hätte aber evtl. mehr Fokus auf die Schokolade richten sollen.

Fazit: Mal wieder ein Bier aus dem Bereich Aperitif. Passt sicher gut zu einem Bieramisu oder ähnlichen Speisen. Für mich nun nicht das Bier, das ich beim Grillabend die ganze Zeit wegsüffele, aber probieren kann man es ruhig mal. Kein Standardbier, was jedoch nicht negativ gemeint ist. 7/10, denn eine paar Tweaks am Rezept und hier könnte Großes entstehen.

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