Oberdorfer Helles

Oberdorfer Helles

von: Bierblog

erstellt am: 28.11.2021

Oberdorfer Helles, nein, das ist nicht das Dorf, wo immer die Vierschanzentournee beginnt. In Bayern liegt Oberdorf aber auch und es hat einen entscheidenden Vorteil: eine eigene Biersorte. Bayerische Helle und ich sind ja sowieso beste Freunde. Ich habe also große Erwartungen (ohne das Buch bislang gelesen zu haben).

Die Flasche macht es mir schon direkt schmackhaft:

Helles Vollbier, weich und zugleich mild gehopft. Echt bayrisches Brauhandwerk - schon auf den ersten Schluck ein echtes Stück Bayern.

Man könnte auch sagen: So schmeckt Bayern. Es klingt jedenfalls klassisch und so als wenn ich es gut finden werde.

Oberdorfer Helles

Farbe: Trotz des etwas dunkleren Lichts lässt sich gut erkennen, dass ich hier ein echtes Helles vor mir stehen habe. Flüssiges Gold.

Geruch: Malzig, natürlich malzig, aber die milde Hopfung riecht man trotzdem sehr gut raus. Süß und würzig also.

Schaum: Na ja, Durchschnitt für ein Helles. Nicht total stabil, aber auch nicht sofort weg. Ein Schaumrand verbleibt schon noch für eine Weile im Glas.

Einstieg: Würzig und brotig geht es bereits los. Für ein Helles ist es mit wenig Kohlensäure ausgestattet, daher sehr weich im Antrunk.

Auf der Zunge: Ein klein bisschen herb wird es, ansonsten bleibt alles gleich. Vor allem die Malze kommen durch und geben dem Bier einen Anschein flüssigen Brotes. Es ist nicht ganz so süß wie andere Biere derselben Kategorie, aber genauso leicht. Wie so oft ist auch dieses Helle ein Bier für den Sommer und die Brotzeit. Allerdings gibt es noch eine Aromakomponente, die ein bisschen zu streng daherkommt. Ich kann nicht so genau sagen was es ist, aber es erinnert mich entfernt an Pilze. Keine komplett ausgewogene Komposition.

Abgang: Ganz solides Finish, beinahe edelherb, aber von echter Bitterkeit natürlich keine Spur. Durchaus süffig, wenn man mit dem Pilzigen leben kann, das auch hier noch durchschimmert.

Fazit: Schwierig zu bewerten. Es ist beileibe kein schlechtes Bier, aber, verglichen mit vielen anderen, wirkt es dann doch einfach schwächer, zumindest für mich. Daher tue ich mich schwer, dieses Exemplar in eine Reihe mit den wirklich guten Hellen zu stellen. Es ist ganz knapp dahinter. 6,5/10.

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