Original Ritterguts Gose

Original Ritterguts Gose

von: Bierblog

erstellt am: 01.06.2019

Gosebier und ich, das ist eine komplizierte Beziehung. Vor vielen Jahren mal probiert und ich konnte überhaupt nichts damit anfangen. In Ermangelung eines Reviews zu dieser Sorte hier im Blog konnte ich allerdings am heutigen Testexemplar nicht einfach so vorbeigehen. Laut Flasche im offenen Gärverfahren gebraut und natürlich mit der originalen Gosehefe und traditionellen Zutaten. Welche, darauf wird nicht näher eingegangen. Natürlich habe ich das Haltbarkeitsdatum der Flasche bereits um einen Monat überschritten, also ist mein Urteil mit Vorsicht zu genießen.

Farbe: Na so ein bisschen gelblich-orange. Sehr klar. Erinnert an Apfelschorle.

Geruch: Der Geruch hat eher was von Orange und Champignon. Klingt komisch, ist aber so.

Schaum: Der war so schnell weg, dass ich Mühe hatte, das bisschen Rest zu fotografieren, der sich im Glas gebildet hatte.

Einstieg: Prickelnd, was mich bei offener Gärung jetzt doch etwas überrascht. Ziemlich säuerlich, beinahe saftig, geht ins Zitronige.

Auf der Zunge: Hier wieder etwas Champignon. Frisch und spritzig, aber auch wässrig. Das Saure ist nicht so meins, da zieht es mir den Gaumen zusammen. Dazu das Pilzige. Irgendwas passt da doch nicht. Ist das die Wirkung der Gosehefe?

Abgang: Es wird nicht besser. Zwar kommt jetzt etwas mehr Malzsüße zum Tragen, aber wirklich süffig finde ich es nicht. Dazu ist es einfach zu sauer.

Fazit: Nee, ich glaube Gosebier ist einfach nicht mein Ding. Zu sauer und dazu noch der komische Champignongeschmack. Ich weiß nicht, warum es so ist und wem das eigentlich schmecken soll. Da gibt es doch so viel Besseres. Aber wahrscheinlich ist es eine Glaubensfrage wie bei Kölsch. Für mich sind es aber nur 3/10.

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